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Lotusphere 2010 Opening Keynote: Lotus Knows - die Collaboration Agenda der Zukunft

Peter Schütt |   | Tags:  lotusphere zukunft rennie connections collaboration lotus vulcan | Kommentare (0)  |  Besuche (2.020)
Die Lotusphere 2010 fing laut an: Keine Symphony vom Orchester, wie im letzten Jahr. Stattdessen liessen Bob Picciano and Alistair Rennie als alter und neuer Lotus Chef es kräftig krachen: Zu beginnt mit knackiger Rockmusik live und dann kam als “special Guest” Captain Kirk (William Shatner) höchstpersönlich, was den Bogen vom Raumschiff Enterprise zum Enterprise 2.0 spannte - oder andersrum, aber dazu später mehr.


Und dann hagelte es Ankündigungen:


  • RIM's CTO David Jach (live auf der Bühne) zeigte den Connections- und den Quickr Blackberry Client mit ODF Unterstützung – sofort verfügbar
  • Unterstützung von Lotus Notes Traveler auch für Android Handys im 2. Halbjahr
  • LotusLive Notes jetzt ab 50 User – damit auch für kleine Unternehmen eine echte Alternative
  • Lotus Quickr 8.5 noch im 1. Halbjahr mit sehr vielen, neuen Funktionen
  • ....und noch viel mehr, aber langsam....

Bild Zunächst kam Sylvia Steinmann, Group IT Chief Operational Officer von der Zürich Insurance Company und erzählte mal richtig aus dem Leben: Als sie Ihren Job anfing, meinten alle bei der Versicherung, man müssen in Zukunft Microsoft machen. Das hat sie dann aufwendig untersucht: kein Business Case, nicht abschätzbare Risiken für das Geschäft durch mögliche Ausfälle, Application Lifecycle Management völlig unabwägbar, usw.. Herausgekommen ist, dass Zürich natürlich weiter auf Lotus setzt, nun aber auf die aktuelle Version Notes Domino 8.5.1. upgradet, dessen integrative Fähigkeiten weit über E-Mail hinaus der Zürich viele Vorteile bringen werden - ohne die Gefahren, dafür mit lohnendem Business Case..


Das Konzept ist in ähnlicher Weise auch für die Continental AG überzeugend, deren Head of Messaging & Collaboration Dr. Oliver Fröhlich erzählte, dass sie nicht nur auf Notes standardisiert und ihre durch den Zukauf von VDO hinzugewonnenen 40.000 Exchange User in nur 5 Monaten komplett und erfolgreich auf Notes migriert hatten, sondern nun auch trotz schwierigem Geschäftsumfeld begonnen haben auf Notes Domino 8.5 zu aktualisieren.


Panasonic migriert in den USA die MS Outlook User auf LotusLive und konsolidiert so weltweit als eines der ersten Unternehmen alle 380.000 Mitarbeiter in die Cloud (siehe anderen Eintrag hier im Blog) .


Ihm folgte Kirk Gutmann, Chief Strategy und Technology Officer von General Motors, und zeigte, wie wichtig die richtige Strategie zur Unterstützung mobiler Engeräte für GM ist und warum GM dabei ganz klar auf Innovation durch Lotus setzt.


Ihm folgten Kevin Cavanaugh und Jeff Schick, die beiden Lotus Vice Presidents, die offensichtlich mit viel Spass durch die von Ron Sebastian und Suzanne Livingston live gezeigten Demos führten. Sehr viel Neues in Lotus Quickr 8.5, das in beiden Varianten im zweiten Quartal das Licht der Welt erblicken wird. Unter anderem wird dann auch die Domino-Version die Anbindung an Enterprise Content Management Systeme, wie Filenet, Content Manager und Documentum, aber auch Abteilungslösungen wie MS Sharepoint, mitbringen. Neu ist auch die Unterstützung des sehr erfolgreichen OpenSource ECM-Systems Alfresco.


Auch die nächste Version von Lotus Connections wurde schon ansatzweise gezeigt, auch wenn sie erst in der zweiten Jahreshälte live gehen wird. Neu werden u.a. neue Fähigkeiten im Sinne von Empfehlungen von Personen, Communities, usw. sein – Social Analytics ist das Stichwort. Dazu kommen weitere Unterstützungsmöglichkeiten der Dokumentation für Unternehmen, die speziellen Compliance Anforderungen unterliegen - was den Business-Charakter von Connections als integrierte Social Software Suite weiter unterstreicht -  und nochmals ausgeweitete Unterstützung für mobile Geräte.


Auch vom WebSphere Portal wird es in diesem Jahr noch eine neue Version geben, die u.a die Social Collaboration in das Portal intergrierbar macht, Mashups unmittelbar im Portal ermöglicht und mit neuen, industriespezifischen Toolboxen aufwartet. Dabei wird die Installation weiter vereinfacht und auch das Darstellen von externen Seiten wird nochmals einfacher.


Schon im Dezember war Lotus Sametime 8.5 verfürbar geworden, das sich mit dem neuen, reinen AJAX Client auch viel einfacher in Portale integrieren lässt und mit dem neuen Web-Konferenz Meeting-Räumen neue Wege beschreitet fortlaufende Webkonferenzen, etwa remote Abteilungsbesprechungen, noch besser zu unterstützen. Richtig cool ist Sametime Unified Telefony, dass das Telefonieren in die IT-Oberflächen einbindet und nach einem leicht zu erstellenden Regelwerk da anruft, wo es wirklich Sinn macht. Peugeut ist gerade dabei das für über 10.000 Mitarbeiter einzurichten. Aber wie cool es ist nur noch Namen per Mausklick anzurufen statt Nummern zu wählen, muss ich hier vermutlich gar nicht mehr weiter erwähnen....


Kevin Cavanaugh wies danach nochmals auf die Cloud Umgebung LotusLive hin, dessen iNotes WebMail Service heute bereits von 18 Millionen Nutzer eingesetzt wird. Neu wird Mitte des Jahres der erweiterte Cloud Service LotusLive Notes (ohne "i") mit einem klassichen Notes Client, Sametime und 5 GB Mailbox, sowie 1GB File Space zu einen sehr agressiven Preis sein. In LotusLive gibt es ab sofort auch die LotusLive Labs, in denen IBM Research Projekte zum Ausprobieren anbietet, u.a. die SlideLibrary, das Smart Event Mapping, Collaboratively Reccorded Meetings und vieles mehr. In Q2 werden hier die neuen Online-Editoren unter dem Codenamen "Concord" erstmals live gehen. Sie beherrschen interessante neue Funktionen, wie das Einsammeln von Web-Kontent (Text und Bilder statt nur Links) in einer Bibliothek, verbunden mit der Möglichkeit diesen Content direkt in den Editor einlaufen zu lassen .


Danach folgte eine lockere Diskussionsrunde mit Alistair Rennie und fünf Business Partnern, die Ihre wirklich beeindruckenden Lösungen vorstellten und zum Ausdruck brachten, warum Lotus für sie die ideale Entwicklungsumgebung und Geschäftschance ist.



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Und am Ende zurück zu Captain Kirk: das Entwicklungsprojekt Vulcan, das Alistair Rennie vorstellte. Wer von Google Waves angetan war, aber bis heute nicht erklären kann, was man damit eigentlich sinnvoll machen kann, wird von der Pragmatik, die das Vulcan Projekt aufzeigt, begeistert sein. Statt wie heute üblich mit Links auf andere Anwendungen zu verweisen, wird die Information in Vulcan direkt eingebunden und direkt editierbar - live konsolidiert aus verschiedensten Quellen. Die "Updates" Seite auf der Homepage in Lotus Connections ist dabei als Basis der Idee anzusehen. Damit wird die Nachrichtenflut aus E-Mails und Web 2.0 Communities, Twitter und Chats wieder beherrschbar – und mehr noch: sie schaftt mehr Transparenz im Geschäftsalltag.


Das Projekt setzt auf die bestehenden Produkte im Lotus Portfolio auf. Bereits im zweiten Halbjahr wird in den neuen LotusLive Labs das Developers Kid zu Vulcan zur Verfügung gestellt werden, sodass sich jeder an der Entwicklung von Vulcan beteiligen kann – eine tolle Option nicht nur für die Lotus Partner.


Die ersten sichbaren Spuren werden mit dem nächsten großen Release von Lotus Notes kommen, dessen neue Homepage neben anderem die neuen Konzepte umsetzen wird. Dieselben Funktionen werden – dann allerdings ohne die Notes typische offline-Funktionalität - auch im Browser/Portal/Mashup und auf Smartphones zur Verfüng stehen. Eingebunden sind quasi alle heutigen Lotus Produkte, also auch Sametime, Connections und Quickr. Da Lotus schon lange auf offene Standards und Schnittstellen, wie Eclipse, Feeds, Dojo-Framework, usw. setzt, ist das keine Einschränkung, sondern eher eine stabile Ausgangsbasis für die Collaboration-Umgebung der Zukunft und gelebter Investitionsschutz. Besonders viel Applaus bekam die Demo vom gemeinsamen Editieren eines Dokuments im Web, wobei darin zum Beispiel auch Aufgaben vergeben werden können, die direkt in der Aufgabenliste des Betroffenen landen. Ich brauche jetzt nicht erwähnen, dass bestehende Domino-, Portal-, usw. Anwendungen natürlich auch in der zukunftigen Umgebung weiter laufen werden.


In Summe: telefonieren neu erfunden, Dokumente editieren neu erfunden, die unterschiedlichsten Kommunikationsströme in einem zusammenlaufend und editierbar – alles neu erfunden, dabei Offenheit und Vielfalt der Wahl der Endgeräte – wie immer bei Lotus. Und noch nie war Lotus schöner. Eigentlich möchte ich das alles sofort morgen haben, aber es wird natürlich etwas dauern. Bis dahin bringen die bestehenden Version viele Chancen die Zusammenarbeit der Zukunft heute bereits aufzubauen. Wie? Lotus knows.

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