Lotusphere 2010 Opening Keynote: Lotus Knows - die Collaboration Agenda der Zukunft
Die Lotusphere
2010 fing laut an: Keine Symphony vom Orchester, wie im letzten Jahr.
Stattdessen liessen Bob Picciano and Alistair Rennie als alter und
neuer Lotus Chef es kräftig krachen: Zu beginnt mit knackiger
Rockmusik live und dann kam als “special Guest” Captain Kirk (William
Shatner) höchstpersönlich, was den Bogen vom Raumschiff Enterprise zum Enterprise 2.0
spannte - oder andersrum, aber dazu später mehr.
Und dann hagelte
es Ankündigungen:
- RIM's
CTO David Jach (live auf der Bühne) zeigte den Connections- und
den Quickr Blackberry Client mit ODF Unterstützung – sofort
verfügbar
- Unterstützung
von Lotus Notes Traveler auch für Android Handys im 2. Halbjahr
- LotusLive
Notes jetzt ab 50 User – damit auch für kleine Unternehmen
eine echte Alternative
- Lotus Quickr 8.5 noch im 1. Halbjahr mit sehr vielen, neuen Funktionen
- ....und noch viel mehr, aber langsam....
Zunächst kam
Sylvia Steinmann, Group IT Chief Operational Officer von der Zürich
Insurance Company und erzählte mal richtig aus dem Leben: Als
sie Ihren Job anfing, meinten alle bei der Versicherung, man müssen
in Zukunft Microsoft machen. Das hat sie dann aufwendig untersucht: kein Business Case, nicht abschätzbare Risiken für das Geschäft durch mögliche Ausfälle, Application Lifecycle Management völlig unabwägbar, usw..
Herausgekommen ist, dass Zürich natürlich weiter auf Lotus
setzt, nun aber auf die aktuelle Version Notes Domino 8.5.1.
upgradet, dessen integrative Fähigkeiten weit über E-Mail hinaus der Zürich viele Vorteile bringen werden - ohne die Gefahren, dafür mit lohnendem Business Case..
Das Konzept ist
in ähnlicher Weise auch für die Continental AG überzeugend, deren Head of Messaging & Collaboration Dr. Oliver Fröhlich erzählte, dass sie nicht nur auf
Notes standardisiert und ihre durch den Zukauf von VDO hinzugewonnenen
40.000 Exchange User in nur 5 Monaten komplett und erfolgreich auf
Notes migriert hatten, sondern nun auch trotz schwierigem
Geschäftsumfeld begonnen haben auf Notes Domino 8.5 zu aktualisieren.
Panasonic migriert
in den USA die MS Outlook User auf LotusLive und konsolidiert so
weltweit als eines der ersten Unternehmen alle 380.000 Mitarbeiter in die Cloud (siehe anderen Eintrag hier im Blog) .
Ihm folgte Kirk
Gutmann, Chief Strategy und Technology Officer von General Motors, und
zeigte, wie wichtig die richtige Strategie zur Unterstützung
mobiler Engeräte für GM ist und warum GM dabei ganz klar
auf Innovation durch Lotus setzt.
Ihm folgten Kevin
Cavanaugh und Jeff Schick, die beiden Lotus Vice Presidents, die offensichtlich mit viel Spass durch die von Ron Sebastian und Suzanne
Livingston live gezeigten Demos führten. Sehr viel Neues in Lotus
Quickr 8.5, das in beiden Varianten im zweiten Quartal das Licht der Welt
erblicken wird. Unter anderem wird dann auch die Domino-Version die
Anbindung an Enterprise Content Management Systeme, wie Filenet,
Content Manager und Documentum, aber auch Abteilungslösungen wie
MS Sharepoint, mitbringen. Neu ist auch die Unterstützung des
sehr erfolgreichen OpenSource ECM-Systems
Alfresco.
Auch die nächste
Version von Lotus Connections wurde schon ansatzweise gezeigt, auch
wenn sie erst in der zweiten Jahreshälte live gehen wird. Neu
werden u.a. neue Fähigkeiten im Sinne von Empfehlungen von
Personen, Communities, usw. sein – Social Analytics ist das
Stichwort. Dazu kommen weitere Unterstützungsmöglichkeiten
der Dokumentation für Unternehmen, die speziellen Compliance
Anforderungen unterliegen - was den Business-Charakter von Connections als integrierte Social Software Suite weiter unterstreicht - und nochmals ausgeweitete Unterstützung
für mobile Geräte.
Auch vom WebSphere
Portal wird es in diesem Jahr noch eine neue Version geben, die u.a
die Social Collaboration in das Portal intergrierbar macht, Mashups
unmittelbar im Portal ermöglicht und mit neuen,
industriespezifischen Toolboxen aufwartet. Dabei wird die Installation
weiter vereinfacht und auch das Darstellen von externen Seiten wird
nochmals einfacher.
Schon im Dezember
war Lotus Sametime 8.5 verfürbar geworden, das sich mit dem
neuen, reinen AJAX Client auch viel einfacher in Portale
integrieren lässt und mit dem neuen Web-Konferenz Meeting-Räumen neue Wege beschreitet fortlaufende Webkonferenzen, etwa remote Abteilungsbesprechungen, noch besser zu unterstützen. Richtig cool ist Sametime Unified
Telefony, dass das Telefonieren in die IT-Oberflächen einbindet
und nach einem leicht zu erstellenden Regelwerk da anruft, wo es
wirklich Sinn macht. Peugeut ist gerade dabei das für über 10.000 Mitarbeiter einzurichten. Aber wie cool es ist nur noch Namen per Mausklick anzurufen statt Nummern zu wählen, muss ich hier vermutlich gar nicht
mehr weiter erwähnen....
Kevin Cavanaugh
wies danach nochmals auf die Cloud Umgebung LotusLive hin, dessen
iNotes WebMail Service heute bereits von 18 Millionen Nutzer eingesetzt wird.
Neu wird Mitte des Jahres der erweiterte Cloud Service LotusLive
Notes (ohne "i") mit einem klassichen Notes Client, Sametime und 5 GB Mailbox,
sowie 1GB File Space zu einen sehr agressiven Preis sein. In LotusLive
gibt es ab sofort auch die LotusLive Labs, in denen IBM Research
Projekte zum Ausprobieren anbietet, u.a. die SlideLibrary, das
Smart Event Mapping, Collaboratively Reccorded Meetings und vieles
mehr. In Q2 werden hier die neuen Online-Editoren unter dem Codenamen "Concord" erstmals live gehen. Sie beherrschen interessante neue Funktionen, wie das Einsammeln von Web-Kontent (Text und Bilder statt nur Links) in einer Bibliothek, verbunden mit der Möglichkeit diesen Content direkt in den Editor einlaufen zu lassen .
Danach folgte eine
lockere Diskussionsrunde mit Alistair Rennie und fünf Business
Partnern, die Ihre wirklich beeindruckenden Lösungen vorstellten und zum
Ausdruck brachten, warum Lotus für sie die ideale
Entwicklungsumgebung und Geschäftschance ist.
Und
am Ende zurück zu Captain Kirk: das Entwicklungsprojekt Vulcan, das Alistair Rennie vorstellte.
Wer von Google Waves angetan war, aber bis heute nicht erklären
kann, was man damit eigentlich sinnvoll machen kann, wird von der
Pragmatik, die das Vulcan Projekt aufzeigt, begeistert sein. Statt
wie heute üblich mit Links auf andere Anwendungen zu verweisen,
wird die Information in Vulcan direkt eingebunden und direkt
editierbar - live konsolidiert aus verschiedensten Quellen. Die "Updates" Seite auf der Homepage in Lotus Connections ist dabei als Basis der Idee anzusehen. Damit wird die Nachrichtenflut aus E-Mails und Web 2.0
Communities, Twitter und Chats wieder beherrschbar – und mehr noch:
sie schaftt mehr Transparenz im Geschäftsalltag.
Das Projekt setzt
auf die bestehenden Produkte im Lotus Portfolio auf. Bereits im zweiten
Halbjahr wird in den neuen LotusLive Labs das Developers Kid zu Vulcan zur
Verfügung gestellt werden, sodass sich jeder an der
Entwicklung von Vulcan beteiligen kann – eine tolle Option nicht
nur für die Lotus Partner.
Die ersten
sichbaren Spuren werden mit dem nächsten großen Release
von Lotus Notes kommen, dessen neue Homepage neben anderem die neuen
Konzepte umsetzen wird. Dieselben Funktionen werden – dann
allerdings ohne die Notes typische offline-Funktionalität - auch
im Browser/Portal/Mashup und auf Smartphones zur Verfüng stehen.
Eingebunden sind quasi alle heutigen Lotus Produkte, also auch
Sametime, Connections und Quickr. Da Lotus schon lange auf offene
Standards und Schnittstellen, wie Eclipse, Feeds, Dojo-Framework,
usw. setzt, ist das keine Einschränkung, sondern eher eine
stabile Ausgangsbasis für die Collaboration-Umgebung der
Zukunft und gelebter Investitionsschutz. Besonders viel Applaus bekam die Demo vom gemeinsamen
Editieren eines Dokuments im Web, wobei darin zum Beispiel auch Aufgaben vergeben
werden können, die direkt in der Aufgabenliste des Betroffenen
landen. Ich brauche jetzt nicht erwähnen, dass bestehende
Domino-, Portal-, usw. Anwendungen natürlich auch in der
zukunftigen Umgebung weiter laufen werden.
In Summe:
telefonieren neu erfunden, Dokumente editieren neu erfunden, die
unterschiedlichsten Kommunikationsströme in einem
zusammenlaufend und editierbar – alles neu erfunden, dabei
Offenheit und Vielfalt der Wahl der Endgeräte – wie immer bei
Lotus. Und noch nie war Lotus schöner. Eigentlich möchte
ich das alles sofort morgen haben, aber es wird natürlich etwas
dauern. Bis dahin bringen die bestehenden Version viele Chancen die
Zusammenarbeit der Zukunft heute bereits aufzubauen. Wie? Lotus
knows.
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