Die
Frühjahrstagung 2008 der DNUG in Bremen
ist zu Ende - leider. Trotz über
500 angemeldeter Besucher eine persönliche
Konferenz und genau das macht den Wert
aus. Das ist auch der Grund warum ich
jetzt schon weiß, dass ich im Herbst
unbedingt wieder dabei sein möchte, so
nach dem Motto "nach der DNUG ist
vor der DNUG". Es geht auf der
DNUG nicht um Show, es geht nicht um
Marketing-Vorträge, sondern um das, was
Lotus ausmacht: Innovative Lösungen mit
besonders viel Mehrwert für Unternehmen. Und
dabei spielen die wieder deutlich mehr
werdenden Lotus Business Partner eine enorm
wichtige Rolle: Die innovativen Lösungen
kommen von Lotus, aber sie umzusetzen und
weitere Innovation oben drauf zu setzen ist
schon seit mehr als 15 Jahren Domaine
unserer Partner.
Mein persönlicher
Höhepunkt war neben den vielen persönlichen
Gesprächen mit Kunden und Partnern dann
auch nicht Lotus Mashups, das Ron Sebastian
in der Keynote vom neuen Lotus Chef Bob
Picciano live zeigte und das schon wirklich
cool war und auch nicht die wirklich
beeindruckende Roadmap von Lotus Sametime, die
Robert Ingram präsentierte, sondern Kevin
Cavanaugh's Vortrag über Notes Domino und
insbesondere die Version 8.5, von der
es seit ein paar Tagen die erste Public
Beta gibt.
Da sind viele
tolle, neue Funktionen drin (mein Favorit
“Live Text” mit den Widgets in Notes kam ja
schon mit 8.0.1), aber der wirkliche
Punkt ist, dass Lotus den Designer 8.5
auf Eclipse-Basis setzt und Domino damit
wieder ganz vorn als extrem günstige
Anwendungsplattform für “Rapid Application
Development” positioniert. Warum das so wichtig
ist, hat mir kürzlich ein Gespräch
mit einem Chief Technology Officer bei einem
Unternehmen aufgezeigt, das bisher kein Notes
Domino einsetzt. Er kennt Domino von seinem
bisherigen Arbeitgeber und sagte so in etwa
“Wenn ich sehe, wie oft wir hier 70-,
80-, oder 90-Tausend Euro für Anwendungen
ausgeben, die man bei meiner bisherigen
Firma mit Notes Domino für 5000 Euro
gemacht hätte, dann Tränen mir fast
die Augen.”
Kevin Cavanaugh
hat dazu heute aufgezeigt, dass man in
Zukunft mit der Notes Anwendungsentwicklung ja
nicht mehr nur innerhalb eines geschlossenen
Systems programmiert, sondern auch offene
Lösungen baut, die man als Widgets
oder anders in Mashups, in Portalen, usw.
einbinden bzw. weiterverwenden kann. Dazu kommt,
dass auch die Universitäten Notes-Entwickler
ausbilden und zertifizieren, wie es in
Deutschland zum Beispiel die Universität
Paderborn schon sehr lange macht und dass
das Potenzial in Richtung Eclipse-Entwickler noch
weit größer ist und auch an den
Universitäten so gesehen wird. Und alle
zusammen bekommen mit dem zukünftigen Domino
Designer 8.5 nun eines der anerkannt besten Werkzeuge
für Rapid Application Development.
Das mag für
IT-Journalisten, die für Ihren Blog immer
auf der Suche nach was Reißerischem
sind, nicht spannend sein. Für CIOs,
die ein bisschen rechnen können, ist
das mit Sicherheit etwas extrem Spannendes.
Gut, dass man das auf der DNUG
mitbekommt. Dann bis zum 3.-5. November in Dortmund.