neue Website zur Projekt " Atlantik" (Domino/SAP-Anbindung, US)
|
"Atlantic" Website
|
|
|
Pressemitteilung zum "Atlantik" Projekt von IBM Lo...
|
Ed Brill macht in seinem Blog einen interessanten Kommentar, der auch für Deutschland gilt. Immer wieder werden wir auch hier darauf angesprochen, dass angeblich ein Microsoft Vertriebsmitarbeiter erzählt hätte, dass ein bekanntes Unternehmen von Notes Domino auf Outlook Exchange wechseln würde. Wenn man das dann überprüft stellt sich eigentlich immer heraus, dass das nicht stimmt und dass der angebliche Wechselkandidat nicht selten gerade dabei ist auf Notes 8 upzugraden. Oft ist es so - und das ist auch verständlich - dass sich die Unternehmen vor dem Upgrade noch einmal nach Alternativen umschauen, sich dann aber in ihrer Entscheidung für Notes bestätigt sehen und den Upgrade starten. Umschauen und entschieden haben sind aber zwei Sachen. Referenzen sind noch etwas ganz anderes.
Natürlich gibt es einige, wenige Fälle in denen migriert wird, aber durchaus in beide Richtungen. Gartner schätzt das beidseitig auf unter 5% des Kundenstamms. Und eben auch von Exchange zu Domino im ähnlichen Ausmaß, wie deren Studie von Anfang 2007 beschrieb - noch vor der Verfügbarkeit von Notes 8. Üblicherweise kommen solche Entscheidungen nur nach Aufkäufen (Akquisitionen / Merger) zustande, wenn sich das Unternehmen dann für eine Konsolidierung von unterschiedlichen Messaging-Systemen entscheidet. Fliegende Wechsel ohne solche Hintergründe sind ausgesprochen selten, weil sich kostenseitig für einen Wechsel kein Business Case rechnen lässt. Eigentlich Schade für die Outlook Nutzer, dass sie so nicht so leicht in den Genuss von Notes 8 kommen.
Funktional erweist sich Notes einem einfachen Email Client wie Outlook ja schon lange als deutlich überlegen, was sich durch den neuen, offenen Eclipse Unterbau noch einmal verstärkt hat. Damit sind nicht nur Arbeitsprozesse vereinfachende Composite Applications / Web 2.0 Mashups im Kontext von Email möglich, sondern auch weitere, sehr innovative Lösungen, wie etwa "Live Text" (Automatisches Erkennen von Namen, Firmennamen, Telefonnummern, Teilenummern, Kundennummern, usw. und dazu auf Klick die Anzeige zugehöriger Informationen aus Backend-/Internet-Anwendungen).
Auch andere, so genannten "Argumente" für Outlook schwächeln: Relativ gesehen nutzen immer weniger Menschen Outlook (oder einen anderen Email-Client) zuhause. Stattdessen arbeiten sie direkt im Webauftritt ihres privaten Email-Anbieters. Dazu kommt, dass sich spätestens seit Notes 8 und Outlook 2007 die Bedienoberflächen ziemlich ähnlich geworden sind. Dann wird von Microsoft gern auf die tiefe Integration mit MS Office hingewiesen, was man bei näherer Betrachtung auch als Nachteil sehen kann, u.a. weil man sich so an proprietäre Datenformate für Office-Dokumente bindet, was weitere Abhängigkeiten schafft - auch finanziell. Notes bietet eine ähnliche Unterstützung für Office natürlich auch, aber eben nicht mit den bindenden Abhängigkeiten und bietet mit den optional integrierten, lizenzkostenfreien Lotus Symphony Editoren auch noch eine interessante Alternative. Und zu guter Letzt die Einbindung in SAP. Es gibt nicht nur Mendocino. Notes bietet die SAP Integration mit LEI und "Notes for SAP" schon viel länger. Nur gibt es darum nicht so viel Lärm, was leider dazu führt, dass einige Kunden die Lösungen gar nicht kennen. Dass SAP und IBM mit dem Atlantic Projekt diese Integration nun gemeinsam noch wesentlich erweitern wollen, indem das Eclipse Framework ausgenutzt wird, ist ein weiterer, guter Schritt neue Technologien sinnvoll auszunutzen. Notes ist eben nicht nur gut, sondern auch innovativ.
Ed's Punkt scheint mir aber trotzdem wichtig: Manche Kunden werden durch solche, sehr fadenscheinigen Aussagen vom Mitbewerber verunsichert. In der Regel klärt eine einfache Nachfrage bei IBM Lotus das Bild.
|
Hat Microsoft das nötig?
|
Das Credo der Lotusphere 2008 - übrigens die 15. ! - ist "Emergence". Das lässt sich nur schwer direkt ins Deutsche übersetzen. Es geht um das Entstehen (und auch Erkennen) von neuen Chancen und die gibt es bei dem hohen Grad an Veränderungen in der Industrie ja zuhauf. Ein ganz besondere Höhepunkt auf der Lotusphere ist immer die Keynote. Und ich kann auch 2008 nur wieder sagen: "Wow. Wow! Wow!!!" Das Orlando Symhony Orchestra bildete den passenden Rahmen - nicht nur für Lotus Symphony. Eine kurze Zusammenfassung: - Im Duett kündigten Vishal Sikka, der Chief Technology Officer der SAP, und Lotus General Manager Mike Rhodin die strategische Partnerschaft zur Integration der SAP Business Suite und Lotus Notes an. Das man trotz langer gemeinsame Historie Neuland betreten möchte, sieht man an dem Codenamen "Atlantic". Dahinter haben sich schon vor 200 Jahren Visionen von einer großartigen Zukunft aufgespannt. Ron Sebastian hat schon mal live gezeigt, was geht, wenn es in Q4 auf den Markt kommen wird. Eine wahrlich beeindruckende Demonstration der Fähigkeiten des Eclipse Frameworks in Notes 8.
- Ron zeigte dann auch, was man mit eigenen und öffentlichen Widgets bald in Notes machen kann - ebenfalls unter Ausnutzung des Eclipse Frameworks und wirklich extrem einfach zu nutzen. Wofür ist das gut? Um alles im Blick zu behalten: Man stelle sich vor in einer Email steht eine Flugnummer. Ein Parser identifiziert das als Flugnummer und zeigt in der Notes Sitebar die passenden Daten zum Flug an. Die Möglichkeiten sind natürlich nahezu unbegrenzt....
- Jeff Eisen (Lead Architect Notes Client) und Russ Holden (Lead Architect Domino Server) lieferten sich eine Redeschlacht um neue Funktionen. Das waren auf beiden Seiten so viele, dass ich gar nicht so schnell mittippen konnte. Besonders wichtig aber: Notes Domino 8.0.1 wird bereits im Februar (2008) kommen, 8.5 wird den Administratore gefallen: ID Files sind dann auch zentral auf dem Server zu speichern, beim Directory kehrt die große Freiheit ein und ein neuer Datastore wird Dubletten automatisch erkennen und massiv Speicherplatz sparen.
- Der neue Lotus Protector wird neue Möglichkeiten zur erhöhten Sicherheit für Emails bringen und Lotus Traveler bringt Notes nun auch auf Windows mobile Devices - auf Nokia, RIM Blackberry usw. ist es ja schon lange.
- Domino Web Access gibt es bald auch in einer light Version zu der man dynamisch umschalten kann und die insbesondere auf schwachen Netzen noch hervorragend performt - läuft mit viel Ajax und benötgt keinen Code-Download. Ist schick und schneller als Consumer-Mails. Eine weitere Ultralight-Version läuft auch auf dem schicken iPhone von Apple.
- Kevin Cavanaugh zeigte wie man Geld sparen kann um Budget frei zu haben für innovative IT Projekte und das Orchester spielte dazu: Lotus Symphony - Editoren für Dokumente, Spreadsheets und Präsentation ohne Lizenzkosten. Mit der nächsten Beta im Februar wird es möglich auch für Symphony zu programmieren. Klang richtig gut. PS.: Über 400.000 Downloads sind schon deutlich überschritten
- Telefonieren wird neu erfunden. Von UC² (Unified Communications & Collaborations) wird man sicher 2008 noch viel hören. Stellen Sie sich vor jemand will sie anrufen und sie sind gerade nicht am Platz - was Sametime Online Awareness bemerkt hat. Dann sorgt die Zusammenarbeit aus Lotus Sametime mit der Telefonanlage (auch gern von verschiedensten Herstellen im Mix (Thema Investitionsschutz !)) dafür, dass das Telefon dann automatisch auf ihrem Handy klingelt - wenn man vorher entsprechende Regeln definiert hat. Das gefällt mir. Ihnen auch?
- Larry Bounden Presentierte das WebSphere Portal 6.1 - zurzeit noch im Beta . Auch wenn der Punkt in der Releasenummer nur einen kleinen Schritt erwarten lässt, so ist er doch eher groß. Die Oberfläche gewinnt nochmals wesentlich an Funktionalität, die das Arbeiten vereinfachen. So kann man z.B. Portlets von einer Portalseite beliebig dynamisch auf der Seiten verschieben. Das mag nach Peanuts klingen, ist aber eine erhebliche Erleichterung. Die insgesamt 7 Accelerator-Pakete (neu sind u.a. Total Forms und Learning) erweitern das Portal stressfrei um die Funktionen, die man für Management-Cockpits und Collaboration, usw. benötigt
- Jeff Schick zeigte Lotus Quickr und Lotus Connections. beide Produkte rücken von der Oberfläche und den Funktionen enger zusammen. Quickr Entry gibt es für Notes Lizenzinhaber kostenfrei. Auch die Quickr Variante, die auf JCR läuft, bietet in Zukunft die Möglichkeit Dokumente offline zu nehmen und Activities können lokal synchronisiert werden. Abgeschlossene Aktivitäten können dann auch in Quickr archiviert werden und Profile (Gelobe Seiten in Lotus Connections), usw. sind demnächst auch auf dem Blackberry voll zugreifbar....
- Ein weiteres, neues Produkt wird Lotus Mashups, mit dem sich Widgets auch von technisch nicht versierten Nutzern einfach zusammenfügen l'verdrahten') lassen.
- IBM bietet dem Image nach ja tolle und exzellent skalierbare Lösungen auch für die größten Unternehmen an. Und wie ist das mit unkomplizierten Varianten für den Mittelstand? Dafür gibt es bald den Lotus Foundation Server, der sich in deutlich weniger als einer Stunden installieren lassen wird und viele, viele Funktionen mitbringt. Zielkunden werden Unternehmen mit 5-500 Mitarbeitern sein. Möglich wird die integrative Lösung u.a. durch die Aquise von Net Integration Technolies ('Simplicity in a high tech world').
- Abgerundet wird Lotus Foundation vom als Software as a Service angebotenen IBM Bluehouse. Das ist eine Suite von Collaboration
Services, wie Social Contacts, Instant Messaging, Store and Share,
Activities und Web Conferencing. Das Beta-Programm beginnt heute.
Viel Holz in zwei Stunden und vermutlich habe ich mindestens die Hälfte der wichtigen Dinge noch vergessen. In den nächsten Tagen der Lotusphere geht es jetzt um die Details. Das Kommen hat sich auf jeden Fall schon jetzt gelohnt - und seit der Keynote scheint draußen auch endlich die Sonne und es wird deutlich wärmer....
|
Lotusphere 2008
|