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Alle Einträge mit dem Tag enterprise2.0

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5 Gartner-Thesen zu Social Software: Facebook verdrängt E-Mail - CIO.de - Diese Überschrift ist irreführend

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  socialsoftware microblogging facebook enterprise2.0 socialeverywhere blogging collaboration gartner | Kommentare (0)  |  Besuche (102)

Unternehmen werden künftig verstärkt Social-Software-Plattformen als Kommunikations- und Collaboration-Tools sowie als E-Mail-Ersatz nutzen. Social-Media-Projekte scheitern jedoch, wenn sie nur von der IT getrieben sind.

Seit dem letzten Jahr nutzen immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen Social-Software-Plattformen wie Twitter und Facebook. In den nächsten Jahren wird auch der Einsatz dieser Plattformen zu Geschäftszwecken deutlich steigen

via cio.de

Eine sehr aussagekräftige Prognose, die Gartner hier zum Thema Social Software abgibt. Ich glaube aber, daß die Überschrift Facebook verdrängt E-Mail nur einen Aspekt von Social Software beleuchet und in die Irre führt. Facebook ist sicher in der Außendarstellung und für Social Media Marketing eine sehr wichtige, valide Plattform und sollte genau dafür genutzt werden.

Für den unternehmensinternen Einsatz werden jedoch andere Mechanismen gebraucht. Dazu zählen der Einsatz von Social Software hinter dem Firewall für das Management vertraulicher Inhalte, für Produktinnovation und Diskussion unternehmenssensibler Aspekte. Kein Unternehmen wird die Entwicklung und Verbesserung neuer Produkte draußen im offenen Netz führen (Außer man will Input vom Kunden, den man dann aber wieder vertraulich diskutiert). Die Unternehmen werden solche Diskussionen auf jeden Fall im Unternehmen oder zwischen Unternehmen fördern. Der aktuelle Bericht in der Computerwoche über das Open Innovation Network von Daimler ist hier ein exzellentes Beispiel.

Für den Unternehmenseinsatz werden Social Software-Plattformen gebraucht, die ähnlich wie Facebook, Xing oder Delicious zu bedienen sind, die aber die wichtigsten Funktionen von Social Software wie Bookmarking, Vernetzen, Wikis, Blogs usw. in einer Social Software-Plattform für das Enterprise 2.0 intuitiv kombinieren. Und die Funktionen dieser Plattform müssen nahtlos in den täglichen Arbeitsplatz integriert sein, wie Markus Bentele, CIO von Rheinmetall, immer wieder betont. Das bedeutet dann auch die direkte Integration in das eingesetzte E-Mail System oder die Office-Anwendung.

Social Software muß einfach sein und die Funktionen zur Verfügung stellen, die der Privatanwender beispielsweise von Facebook kennt. Aber Social Software für den Unternehmenseinsatz wird sicher nicht Facebook sein. Hier hat CIO.de wohl einer knackigen Überschrift den Vorrang gegenüber der fachlichen Aussage und den realen Unternehmensanforderungen gegeben.

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Rheinmetall und Telekom: Web 2.0 läuft nicht - es fliegt - CIO.de

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  collaboration ljc arbeitsplatz-der-zukunft web2.0 enterprise2.0 | Kommentare (0)  |  Besuche (232)
 

Web 2.0 läuft nicht, titelte das CIO-Magazin im Oktober. Aber wie immer gibt es Ausnahmen.

Markus Bentele, Corporate CIO und CKO, Rheinmetall AG: Vergrößern
Markus Bentele, Corporate CIO und CKO, Rheinmetall AG: "Der Erfolg sozialer Netzwerke hängt stark von der Bereitschaft jedes Einzelnen zur Kommunikation und Kooperation ab."

Markus Bentele war ernsthaft sauer. Der Corporate CIO von Rheinmetall hatte auf einer Veranstaltung des CIO-Magazins über den Einsatz neuer, schicker Collaboration-Tools referiert, und kurze Zeit später titelt die Redaktion: Web 2.0 läuft nicht. "Ich habe Ihnen doch gezeigt, was wir bei Rheinmetall damit schon erreicht haben", echauffierte sich Bentele am Telefon und schob auch gleich einen Beitrag im CIO-Forum "Neues Arbeiten" nach. In dem lesenswerten Artikel erklärt er auf etwa sechs Seiten alle Vorzüge vom Web 2.0 im Unternehmenseinsatz, bislang ungeschlagen der längste Beitrag im CIO.de-Netzwerk.

via cio.de

Das freut das Herz, daß Markus Bentele hier Stellung nimmt. Der zitierte Beitrag ist hier zu finden. Hoffe mal, daß er auch am Lotus JamCamp teilnimmt. Werde ihn gleich mal kontaktieren.

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IBM tritt Enterprise Desktop Alliance bei - Mac Desktops im Unternehmen

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  ibm enterprise2.0 mac lotus desktop | Kommentare (0)  |  Besuche (333)
Wie Ed Brill in seinem Blog berichtet hat, ist IBM der Enterprise Desktop Alliance, einer Organisation, die den Einsatz von Mac Desktops in Unternehmen beschleunigen will, beigetreten. Hier ein Auszug aus dem entsprechenden Press Release:
The Enterprise Desktop Alliance (EDA) today announced that IBM has joined the collaborative of software developers that help further the deployment and management of Macs in the enterprise. By joining the EDA, IBM has broadened the categories of cross-platform integration which the EDA represents to include collaborative and social software from Lotus, software delivery automation capabilities from Rational and database software from Informix.  ...

"We have supported the Mac in the enterprise for over 15 years with our Notes and Domino offering," said Kevin Cavanaugh, IBM vice president of messaging and collaboration. "'The usage of Macs in the enterprise is expanding beyond line of business to a mainstream option for all, and our cross-platform collaboration solutions make the usage of Macs a natural fit within IT deployments."
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The Forrester Blog: IBM's Project Vulcan: A Blueprint For Business Inbox Next

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  inbox vulcan enterprise2.0 collaboration | Kommentare (0)  |  Besuche (299)
 My take is that Project Vulcan is nothing less than IBM's blueprint for the future of business messaging and collaboration.

...

As a blueprint, Project Vulcan creates the vision and puts up the guardrails for other parts of IBM to exploit and for information workers (empowered by IT professionals) to experiment with. It's a blueprint for inbox next. .../p>
  • Unlike Google Wave, which currently requires a wholesale transfer of a person's attention from the inbox to the Wave, Vulcan builds on the experiences and applications you currently use.
  • Unlike Outlook, which is stuck in a three-year release cycle, Vulcan uses the Web to extend and enhance the messaging and collaboration toolkit on a rapid release cycle.
  • Unlike Cisco's next-generation inbox, which has yet to be launched, Vulcan will have an 18 million user head start.
I'm intrigued. Are you?

Great take! No Google hype but talking about real value and vision for the Enterprise (2.0).

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Gartner Reveals Five Social Software Predictions for 2010 and Beyond

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  socialweb enterprise2.0 mobile gartner socialsoftware * collaboration analytics | Kommentare (0)  |  Besuche (279)
 
By 2014, social networking services will replace e-mail as the primary vehicle for interpersonal communications for 20 percent of business users.

Greater availability of social networking services both inside and outside the firewall, coupled with changing demographics and work styles will lead 20 percent of users to make a social network the hub of their business communications. During the next several years, most companies will be building out internal social networks and/or allowing business use of personal social network accounts. Social networking will prove to be more effective than e-mail for certain business activities such as status updates and expertise location.

Eine der 5 Voraussagen. Ich höre förmllich meinen Kollegen @elsua, wie er seine Story vom Leben jenseits des E-Mail Posteingangs erzählt. Die Vorhersage passt auchhervorragend zu meiner gestrigen Rede auf dem Twittwoch in München.

Weitere Voraussagen:

- Social Software wird mobil
- Social Analysis wird immer wichtiger

Und: Eine Vielzahl von Projekten im Umfeld Social Software scheitert  - weil Sie von der IT getrieben werden?

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Social everywhere - Präsentation vom Twittwoch in München mit Infos zum Lotus JamCamp #LJC

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  connections socialmedia twm twittwoch # ljc web2.0 socialnetworks socialeverywhere lotus collaboration enterprise2.0 | Kommentare (0)  |  Besuche (190)
 

Hier ist meine Präsentation vom 5. Twittwoch in München (3. Februar), Namenskollege Thomas Pfeiffer bat mich, mal die Lotus-Produktangebote dort vorzustellen. Gerne können wir auch mal konkrete Kundenbeispiele besprechen.

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Wie werden wir künftig managen? Das Ende von Führung durch Kommando-und-Kontrolle - Gedanken von @elsua

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  knowledgemanagement arbeitsplatz-der-zukunft socialmedia web2.0 socialnetworking knowledgeworker socialnetworks enterprise2.0 socialeverywhere | Kommentare (0)  |  Besuche (208)
The main challenge though remains as to whether traditional management, and all businesses for that matter, would be willing to let go that command-and-control attitude and, instead, allow their own employees to become those new leaders of today’s interconnected, distributed corporate world. I am sure most folks, at this point in time, would probably be thinking about the risks involved and how to managed them. Me, instead, would be thinking about the huge potential of how social computing is helping define the future of the workplace by co-sharing plenty of that leadership responsibility with people, who were hired for being, and acting, as professionals in the first place. I think it’s time for the corporate world to grow up and start treating their various generations at work as who they really are: people. The Social Web.

 
Ein sehr interessanter Blogbeitrag meines IBM Kollegen elsua Luis Suarez zur Zukunft von Management, Zukunft des Arbeitsplatzes und der Arbeit sowie dem Ende der Führung durch Kommando-und-Kontrolel? Ganz sicher sind das Posting und das YouTube-video "How Will You Manage?" (erstellt von Kronos) lesens- und sehenswert. Und hoffentlich regen sie auch die Diskussion auf unserem Lotus JamCamp (#LJC) an. Ich finde, dies ein guter Start und Impuls und habe es auch in die neue Lotus Jam Camp Community auf ibm.com eingestellt. Hier ist das Video:
 

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Social everywhere & Sennheiser

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  socialeverwhere connections enterprise2.0 socialsoftware lotus | Kommentare (0)  |  Besuche (364)
„Ein Hauptgrund für den Einsatz der Social Software von IBM war es, dass wir sie mit unseren bestehenden Anwendungen integrieren konnten“, sagt Klaus Höling, Director IT und Group CIO von Sennheiser Electronic GmbH & Co. KG. „Indem wir die Social Software-Lösungen direkt in die Anwendungen integrieren, die unsere Mitarbeitern bereits nutzen, wird eine effizientere Kommunikation ohne Umwege möglich.“

Das ist ein Zitat aus einer Pressemitteilung von IBM, die wir unter dem Titel Social Everywhere mit IBM Lotus herausgeschickt haben. Ich halte die Aussage von Klaus Höling für extrem relevant: Einer der entscheidenden Erfolgskriterien von Social Software ist, daß sie überall direkt verfügbar ist - im E-Mail-Client, im Web, in den täglichen Anwendungen - und so ein integraler Bestandteil des Arbeitsplatzes wird.

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Mein Arbeitsplatz von heute - wie er (und meine Web 2.0 Tools) sich gewandelt haben - ich auch?

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  arbeitsplatz enterprise2.0 web20 lotus smartwork notes smarterwork | Kommentare (1)  |  Besuche (453)
So, nun ist fast ein Jahr rege und intensive Aktivität im Web 2.0  und in der neuen Rolle als Lotus Marketing Manager für Deutschland herum. Das ist für mich Anlaß, einmal meine Arbeitsweise, meine Werkzeuge und meine Arbeitsumgebung zu reflektieren. Angeregt wurde ich dazu auch durch das neue Buch von Ibrahim Evsan Der Fixierungscode. Ibo - ich erlaube mir mal seinen Spitznamen und Twitter-Nick zu benutzen - analysiert dort Informationsverhalten und das Internet. Ein aus meiner Sicht lesenswertes Buch gerade für Leute, die sich über den Wandel orientieren wollen. Ibo beshfreibt dort auch sein Informationsverhalten. Ich ziehe hier einmal ganz persönlich nach und ziehe ein Zwischenresumé, wie ich heute arbeite und welche Werkzeuge ich wie benutze.
 

Twitter: Es ist kaum zu fassen, aber erst im Herbst 2008 habe ich angefangen, mich mit Twitter anzufreunden (und dies auch beschrieben). Seitdem zwitschere ich fröhlich vor mich hin, unter meinem eigenen Account @Stefan63atIBM und als @Lotus_DE. Der ursprünglich eingerichtete und noch immer existente private Stefan ist unterdessen eingeschlafen, denn ich konnte (oder wollte) die Trennung zwischen Geschäft und privatem Leben dann doch nicht durchhalten. Beeindruckt hat mich, wie viele Follower wir als @Lotus_DE gefunden haben, obwohl dies doch in hohem Maße ein Marketingkanal ist, über den wir Veranstaltungen verschiedenster Art und Neuheiten promoten. Offensichtlich findet dies aber durchaus Interesse und wir versuchen ja auch immer wieder interessante Artikel zu kommunizieren, die der Lotus-Community weiteren Mehrwert bringen. Demgegenüber fällt mein @Stefan63atIBM in den Follower-Zahlen ab. Ein Grund dafür, wie @zoernert herausgefunden hat, war wohl, daß ich zeitweise in der Twitter Search Timeline nicht zu sehen war. Twitter hatte mich wohl zeitweise gesperrt, da mein Account "gecrackt" worden war.
 
Das Problem ist wohl jetzt behoben und auch die Follower-Zahlen gehen nach oben, wobei die Anzahl der Follower sicher ein wenig die Eitelkeit reizen (@zoernert und @larsbas liegen weit, weit vorne), aber für mich nicht das wichtigste Meßkriterium sind. Hier hat sich mein Verhalten schon geändert, denn ich habe seit meinen ersten Gehversuchen bei Twitter eine deutliche Kommerzialisierung wahrgenommen. Unterdessen wird man auch dort voll gemüllt mit den Inhalten, die wir schon von E-Mail Spam her kennen. Twitter ist auch nicht die primäre Quelle, wo ich meine relevanten News her bekomme, wenn, dann eher per Zufall. Und Twitter ist für mich auch kein soziales Netz. Da bin ich bei dem Twitter-CoFounder Biz Stone, der Twitter aus meiner Sicht absolut korrekt als Informationskanal (und nicht als soziales Netzwerk) bezeichnet hat. Als Tools nutze ich vor allem auf meinem MacBook Bluto und Seesmic Desktop. Bluto weil ich darüber Twitter und Lotus Connections bezwitschern kann, also interne und externe Statusmeldungen abgeben kann. Seesmic Desktop nutze ich, weil ich gezielt mehrere Accounts inklusive Facebook befüttern kann. Jedoch überlege ich von Seesmic eventuell zu TweetDeck zu gehen, da Seesmic unterdessen wohl Windows als Oberfläche präferiert und dort Features zuerst verfügbar macht. Schade. Für unseren Lotus_DE Account nutzen wir übrigens noch CoTweet, da hier mehrere Autoren aktiv sind und wir gute Analyse-Möglichkeiten haben. Persönlich lasse ich mir noch in Intervallen per Socialoomph meine Retweets per E-Mail schicken.
 
Mein Nachrichtenkanal ist mein RSS Reader. Ich nutze dabei den in Lotus Notes integrierten Reader, aber auch noch einen vollen Client mit NetNewsWire von NewsGator. Google Reader und andere Tools haben bei mir den RSS Reader oder Aggregatoren noch nicht abgelöst. Das mag aber an Unkenntnis liegen und irgendwann geschehen. Momentan ist mein Reader meine wichtigste Informationsquelle. Hier habe ich die Feeds und Themen abonniert und gruppiert, die mich interessieren. Und ich versuche auch möglichst auf dem laufenden zu sein, sie täglich durchzugehen und auch die Kanäle, die ich lesen will, immer wieder zu prüfen, gegebenenfalls abzubestellen. Bei Gelegenheit möchte ich mir mal Rivva als Tool, anschauen, das die deutsche Blogosphere durchforstet. Kollege @zoernert wollte mir eigentlich einen Account besorgen, aber er hat es mal wieder vergessen.
 
Generell haben RSS Feeds für mich weitgehend die E-Mail Newsletter abgelöst. Fast alle Newsletter habe ich abbestellt und bin auch durch eingehende Newsletter meistens nur genervt. Mein E-Mail Postfach wird wirklich unterdessen weitgehend zur Kommunikation mit Personen und Gruppen genutzt. Sinnigerweise verfasse ich aber selbst noch monatlich einen E-Mail Newsletter für die Kollegen in der IBM, die sich für alle Nachrichten rund um Lotus interessieren und versende diesen Newsletter an mehrere Hundert Personen (und in leicht abgeänderter Form auch an unsere Lotus Business Partner). Hier zeigt sich deutlich, daß sich mein persönliches Informationsverhalten geänderthat,  viele - vielleicht noch die Mehrzahl - aber weiterhin E-Mail Newsletter nutzen und bevorzugen, teilweise aus Unkenntnis der neuen Möglichkeiten, teilweise aus Bequemlichkeit. Was lernt man als Marketier daraus. Der Marketing Mix macht es.
 
Doch zurück zu meinem Informationsverhalten. Neben den RSS Feeds nutze ich noch Google Alerts dazu, mich zu den für mich interessanten Themen zu informieren. Ich habe also für mich einige Alerts eingerichtet, die in festen Intervallen das Netz nach Neuigkeiten durchforsten und mir diese - da sind wir dann wieder bei E-Mail - als Nachricht in mein Postfach liefern. Ich denke aber, das wesentliche in meiner Nutzung von RSS Feeds und Google Alerts ist, daß ich vorfiltere, zu welchen Themen ich Informationen haben möchte. Ich lasse mich nicht von jederlei Nachricht zumüllen. Natürlich versuche ich die Augen links und rechts anch interessanten Trends offen zu halten, aber wie oben erwähnt, es fliegen auch Feeds aus meinem RSS Reader heraus und neue kommen hinzu. Ich habe auch einmal angefangen das neue Tool Relevants von der Computerwoche zu abonnieren, aber die Pflege meiner Interessen scheint mir zu mühsam, denn ich muss das system ja lernen lassen und ihm per Mausklick pro Artikel beibringen, was mich interessiert oder nicht interessiert. Das Trainieren des Systems ist mir derzeit zu aufwendig und nervig, gebe ich gerne zu, so daß ich den zugeschnittenen mit den nur für mich relevanten Informationen wohl doch nicht bekommen werde.
 
Twitter ein wenig den Rang abgelaufen im Sinne von Kommunikation nach außen hat bei mir Posterous. Ich nutze Posterous unterdessen sehr aktiv, um kreuz und quer zu publizieren. Mein Posterous füttert meinen Stefan63 Blog, Facebook, Delicious, Identi.ca und Twitter. Ich komme über die 140 Zeichen hinaus, kann relevante Zitate aus für mich relevanten Blogeinträgen in meinem Blog zitieren, aber auch per Twitter und Facebook darauf aufmerksam machen. Übrigens bekomme ich mehr und mehr Kommentare und Bewertungen unterdessen per Facebook. Eine interessante Entwicklung. Prof. Michael Koch von der Bundeswehr-Uni in München hat meine Beiträge übrigens dieser Tage anders bewertet. Es war sicher nicht böse gemeint und ich spitze es hier einmal zu: Sie zitieren ja nur noch und schreiben 2-3 Zeilen dazu. Und das stimmt auch für viele meiner Blogeinträge. Die Zahl meiner Blogeinträge hat deutlich zugenommen, aber es sind zu großen Teilen die genannten Zitate, Kommentierungen und Hinweise auf aus meiner Sicht wichtige Artikel. Share on Posterous in meinem Firefox hat hohe Bedeutung für mich gewonnen. Zu den ausführlichen Artikeln - wie diesem hier - komme ich wie auch in den vergangenen Monaten eh nur maximal zwei- bis dreimal die Woche, denn sie brauchen einfach zeit und Gehirnschmalz.
 
Im Bereich soziale Netze hat sich bei mir in 2009 ein deutlicher Wandel vollzogen. LinkedIn hat weiterhin nur untergeordnete Bedeutung. Hier bleibe ich mit vielen meiner ehemaligen Kollegen aus den USA in Kontakt. In den Gruppen dort bin ich nicht aktiv. Gut finde ich jetzt die Integration von Twitter und LinkedIn und die Offenlegung der API. Und ich hoffe mal stark, daß wir als IBM mit LotusLive die in 2009 angekündige Kooperation und Integration von LotusLive und LinkedIn vorantreiben. Xing hat in meiner persönlichen Benutzung deutlich an Bedeutung verloren. Vor 1-2 Jahren war ich dort täglich, um mich zu vernetzen, in Gruppen mitzuwriken und dort Artikel zu posten. Das hat deutlich nachgelassen. Zwar ist Xing noch immer das primäre Business Netzwerk für mich, jedoch verliert es für mich an Relevanz, weil es geschlossen erscheint und eben noch keine Out-of-the-box-Schnittstellen zu Twitter und ähnlichen Tools hat. Auch scheint man dort noch immer etwas auf dem hohen Roß bezüglich Kooperationen zu sitzen, so mein subjektiver Eindruck. Es wird höchst interessant sein, die Entwicklung von Xing im kommenden Jahr zu beobachten.
 
Facebook
ist - neben Posterous - in meiner persönlichen Nutzung der Gewinner in 2009. Und dafür gibt es maßgeblich 3 Gründe: Wir haben unseren "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" als Wiki auf Facebook gestellt und dort weiter bearbeitet. Ich lenke mich hier und da durch Farmen ab. Und - und das ist der entscheidende Punkt- Facebook ist sozial. Was meine ich damit? Hier findet - zumindest in meinem Fall - soziale Interaktion mit Bekannten und Freunden statt. Ich kommentiere und bewerte deren News. Wir tauschen flapsige Bemerkungen aus, die meiner albernen Art entgegenkommen. Dort macht es mir im Moment einfach Spass. Dort ist im Gegensatz zu Xing und LinkedIn für mich Interaktion und Spiel, aber auch relevanter Inhalt. Wobei eines noch - eventuell nur noch in 2009 - klar ist: Ein richtiges Business Netzwerk ist es noch nicht. Auf Xing oder LinkedIn bewegen sich wesentlich mehr Lotus-interessierte Business-Leute als auf Facebook. Aber es ändert sich, so meine Wahrnehmung, und es wird interessant sein, wie viele Fans beispielsweise unsere Lotus Deutschland Fan Page Ende 2010 haben wird.
 
Schließlich bin ich - bedingt druch den Job - auch mit unseren Kunden und Partner im Gespräch. Diese füttere ich mit Informationen auf EULUC, wo Stefan Krueger, einige weitere Kollegen und ich ständig Lotus-relevante Themen in zwei Blogs einpflegen. Der Traffici ist auch beachtlich und die EULUC-Plattform, die auf Lotus Connections 2.5 läuft, wird rege gelesen und genutzt. Intern in der IBM nutzen wir Lotus Connections als Social Software natürlich exzessiv und ich informiere und engagiere mich in diversen Communities, von der IBM Mac Community bis hin zum Arbeitskreis Social Media. Viele Projekte steuere ich über das Aktivitäten-Modul von Connections. Und wenn ich Projekte mit nicht IBM'ern habe (wie beispielsweise das Lotus JamCamp, das wir 2010 planen), koordiniere ich die Planung über LotusLive und das dortige Aktivitäten-Modul, in dem dann beliebig viele Externe über einen freien Gast-Account mitarbeiten können. Unsere Lotus Connections-Instanz liegt hinter dem IBM Firewall, also macht hier LotusLive inder Cloud Sinn.
 
Das sind also die wichtigsten Werkzeuge, die ich in 2009 nutze und genutzt habe und deren Entwicklung. Und ich lebe noch nicht Outside the Inbox, wie es Kollege Luis Suarez postuliert. Lotus Notes immer in der neuestens Version (derzeit 8.5.1 auf meinem Mac) ist für mich weiter das zentrale Werkzeug und ich habe Notes so konfiguriert, daß viele meiner Web 2.0-Werkzeuge dort integriert und präsent sind. Neben E-Mail - darüber muß man nicht mehr reden - habe ich natürlich Instant Messaging und unterdessen auch Unified Communication dort präsent. Und direkt aus meinem Notes-Client chatte ich auch mit Kunden und Partnern, die über Lotus Greenhouse, LotusLive oder EULUC an Sametime angeschlossen sind. RSS Feeds sind in meiner Notes-Seitenleiste ebenso integriert wie Xing, Facebook oder LinkedIn. Selbstredend habe ich Lotus Connections in meinem Notes integriert, von Aktivitäten bis zu den Profilen, die jeder IBM Mitarbeiter hat. Gartner hat Lotus Notes als die Zukunft von E-Mail bezeichnet, weil es eben mehr als E-Mail ist: eine Eclipse-basierte Plattform mit vielen Funktionen zur Kommunikation und Zusammenarbeit. Diese Message müssen wir deutlich stärker auch nach außen tragen und alle Kunden ermutigen, auf Lotus Notes 8.5.1 zu gehen, denn das eine moderne, zeitgemässe Oberflche für den Arbeitsplatz von heute. So weit der Werbeblock.
 
Die mobile Welle ist bei mir übrigens nur sehr bescheiden angekommen. Zwar zwitschere ich hier und da mal per iPhone - meist ein Foto, das ich gerade aufgenommen habe. Jedoch nutze ich das Gerät selten, um ausführtlicher zu surfen. RSS Feeds zu lesen oder auch E-Mails zu lesen und zu schreiben. Dazu werfe ich dann doch meistens meinen Mac an. Sicherlich ist das bei mir Gewohnheitssache. Viele Kollegen - muß gerade an @larsbas denken - können gar nicht mehr ohne ihr Smartphone.
 
Das ist jetzt eine Beschreibung meiner Arbeitsumgebung und meiner Arbeitsweise von heute, Dezember 2009.  Vielleicht werde ich ja Ende 2010 wieder reflektieren können, um zu sehen, wie sich die Arbeitsweise und Arbeitsumgebung ändert. Und ich bin natürlich für Tipps & Tricks und Kommentare dankbar, die mir helfen, meine Arbeitsumgebung und Arbeitsweise zu optimieren.
 
In diesem Sinne an alle ein frohes Fest und ein erfolgreiches, gesundes Jahres 2010.
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Prozesse versus Zusammenarbeit und Kundenservice

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  socalsoftware bpm kundenservice kundendienst enterprise2.0 blueblog ucc collaboration | Kommentare (0)  |  Besuche (369)
 Derzeit sind sehr interessante Trends im Besc

haffungsverhalten von Unternehmen zu beobachten. Viele Unternehmen – gerade auch,aber nicht nur im Finanz- und Versicherungssektor – scheinen fast ausschließlich auf die Industrialisierung ihrer Prozesse zu fokussieren und auch dort Geld in Technologie investieren zu wollen. Der Trend, auch in der Nicht-Industrie Verfahrensweisen und Prozesse analog zurr Industrie anwenden zu wollen, um so zu einer Standardisierung, Beschleunigung und Kostensenkung zu kommen, ist sicher kein neuer. Schon seit Jahren wird das Thema in der Fachliteratur und auf den entsprechenden Veranstaltungen behandelt. Ich habe selbst desöfteren noch zu meinen FileNet-Zeiten über die Industrialisierung im Bankensektor referiert, geschrieben und einige unserer damaligen Kundenbeispiele vorgestellt.

 
Nur drängt sich mir gerade heute der Eindruck auf, daß angesichts der Wirtschafts- und gerade auch Bankenkrise nur noch das Thema Kostensenkung und Prozessoptimierung im Fokus ist. Das ist auch sicher ein enorm wichtiges Thema, das weiter vorangetrieben werden muss. Jedoch dürfen andere wichtige Themen dabei nicht aus den Augen verloren werden. Eines dieser wichtigen Themen ist für mich der Bereich Service und Kundendienst. Ich habe sehr stark den Eindruck, daß dieser zunehmend schlechter wird. Viele Unternehmen haben ihren Kundendienst in Call  Center, oft in eigene Einheiten ausgelagert oder outgesourced. Oft sitzen die Call Center in anderen Ländern oder gar Kontinenten. Auch hier wurden und werden die Prozesse optimiert. Dabei scheint mir oft die Kundennähe und auch das Wissen der Call Center-Mitarbeiter über Umfang und Leistungen des Unternehmens und seiner Prozesse verloren zu gehen. Auch scheinen die rigiden Vorgaben und Prozesse es den dortigen Mitarbeitern oft schwierig zu machen, dem Kunden wirklich zu helfen.

 
Persönlich erfahre ich das gerade in zwei Situationen: Eine Fluglinie schafft es seit Februar diesen Jahres nicht, mir meine neue Kundenkarte zuzustellen. Ich musste einen Statuswechsel in der Kundenkarte hinnehmen, da ich nicht mehr so oft fliege, und habe in diesem Zuge meine einstmals enthaltene Kreditkarte gekündigt, da ich im neuen Status dafür Geld zahlen sollte. Die neue Karte wird mir konsequent nicht zugestellt, obwohl ich mehrmals angerufen und diese – wie gewünscht - auch schriftlich angefordert habe. Die Zusendung der neuen Karte wurde mir sogar bestätigt. Nur angekommen ist sie nie. Die durchaus freundlichen Mitarbeiter am Flughafen sind nicht in der Lage, mir zu helfen, da die Kartenfirma ein eigenständiges Unternehmen sei. Zehn Monate sind ins Land gegangen, ohne daß das Problem gelöst wurde. Keiner fühlt sich zuständig. Meine Kundenanfrage scheint durch den Rost gefallen zu sein.

 
Im zweiten Fall kämpfe ich mit meinem Telekommunikations Provider. Hier hatte ich eine technische Frage zur Konfiguration meines neuen digitalen Fernsehens und zur Lieferung, die ich bekommen habe. Die Frage habe ich vergangene Woche abgesetzt. In einer E-Mail versprach mir ein Support-Mitarbeiter Hilfe. Seitdem ist nichts mehr geschehen. So was nennt man Kundenservice? Das Telefonmarketing des Telekommunikationsproviders dagegen funktioniert sehr gut. Da bekomme ich regelmäßig Anrufe. Wenn aber etwas verkauft ist, scheint man als Kunde nicht mehr so wichtig zu sein.

 
In beiden Fällen gehe ich davon aus, daß die Call Center nach standardisierten, kostenoptimierten Prozessen arbeiten. Entweder sind die Mitarbeiter dort demotiviert, überlastet oder aber – und das vermute ich in höhrem Maße – sie finden die notwendigen Informationen nicht oder können nicht aus ihren hochstandardisierten Prozessen ausbrechen. Wobei ich nicht glaube, daß meine Anliegen dermaßen besonders und komplex sind. Prozessoptimierung ist notwendig . Keine Frage. Dabei darf aber nicht vergessen werden, daß es auch Ausnahmen gibt, die schon lange bekannte Ausnahmebehandlung in Prozessen. Diese Ausnahmen müssen möglich sein, um in meinen Beispielen wirklich guten Kundenservice zu bieten. Fälle, die nicht nach dem 08/15-Verfahren abzuwickeln sind, müssen aus dem Standardprozess herausgelöst, jemanden zugeordnet werden, der dann die Verantwortung und die Chancen hat, die Fälle in Zusammenarbeit mit Fachleuten zu lösen. Im Sinne von Kundenbinung und Kundendienst.

 
Technologisch geht es hier darum, Business Process Management und Werkzeuge zur Collaboration (zur Zusammenarbeit) und zum Wissensmanagement miteinander intelligent zu kombinieren. Die Mitarbeiter, bei denen nicht nach dem Standardverfahren abwickelbare Prozesse anfallen, müssen die Möglichkeit haben, sowohl Wissen und wie auch Fachleute zu identifizieren, die bei der Lösung von Problemen helfen. Und sie müssen die Chance haben, ihre Erfahrung bei der Lösung zu dokumentieren, damit andere später von diesem Wissen profitieren. Das bedeutet einerseits, daß eine Wissensplattform da sein sollte, die leicht recherchierbar, bedienbar und inhaltlich erweiterbar sein muss. Technologien wie Wikis und Blogs bieten sich hier idealerweise an. Dort kann man Wissen leicht finden und auch selbst eingeben. Daneben ist es wichtig, daß der Sachbearbeiter möglichst leicht einen oder mehrere Fachleute identifizieren und mit ihnen kommunizieren kann, die ihm bei der Lösung eines Problems helfen. Hier sprechen wir dann von Profilen, über die Experten identifiziert werden können, und modernen Kommunikationsmöglichkeiten, um diesen Fachleuten direkt und unkompliziert zu kommunizieren, beispielsweise per in die Sachbearbeitung integrierter Telefonie- oder Chatfunktionalität.

 
Solche Funktionen, wie eben beschrieben, sind klassische Funktionen von Social Software, Enterprise 2.0 und Unified Communication & Collaboration (UCC). Sie helfen – neben klarer Zuständigkeit und Organisation - bei der Bearbeitung nicht nur von Ausnahmeprozessen. Ich glaube auch, daß solche Funktionen in vielen normalen, standardisierten Prozessen ebenso wichtig und nützlich sind, da Informationen und Wissen leichter zugreifbar und Kommunikation schneller, effizienter und kostengünstiger abgewickelt werden kann. Daß neben den „Production Workern“ auch Knowledge Worker – also Stabsabteilungen wie Personal. Marketing oder Training – diese Funktionen unbedingt brauchen, um in der Informationsflut effizient arbeiten zu können, sollte eh klar sein. Wichtig ist es, daß Unternehmen und Investitionsentscheider verstehen, daß Business Process Management Werkzeuge zur effizienten Zusammenarbeit (Collaboration) und Kommunikation braucht, um wirkliche Produktivitätssteigerungen zu erzielen – und vor allem den Kunden nicht zu vergessen, der sich heutzutage doch oft verloren und allein gelassen fühlt. Trotz aller verbalen Bekundungen, wie wichtig guter Kundendienst sei.


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Enterprise 2.0: Why can't we just use Sharepoint

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  enterprise2.0 sharepoint | Kommentare (2)  |  Besuche (536)
Slide aus einer Präsentation von Cecil Clijoux (Danke an Thomas Krischak, über den ich auf die Präsentation aufmerksam wurde):
Bild
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The man who should have used Lotus Connections Videos

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  socialsoftware connections lotus enterprise2.0 | Kommentare (0)  |  Besuche (462)

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Soziale Netze, Sicherheit und Verhaltensregeln für Unternehmen - Forbes.com

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  lotus socialnetworks enterprise2.0 socialsoftware connections | Kommentare (0)  |  Besuche (466)
 
For companies seeking a secure a middle ground between outright Twitter-bans and free-for-all tweeting, the answer lies in taking a corporate e-mail approach to social networking in the workplace. Companies need to deploy an enterprise social networking solution-- social collaboration software developed specifically for business--that is managed by their IT departments. And we're seeing more and more activity surfacing that addresses this business need for secure social collaboration.

Forbes adressiert das Thema Soziale Netze und Sicherheit am Arbeitsplatz und für das Unternehmen. Ähnlich wie das Thema "Darf ich private E-mails am Arbeitsplatz schreiben und empfangen" kommt auch das Thema Soziale Netze und Social Software auf die Unternehmen zu.

Hier gilt es analog zu E-Mail ebenfalls Verhaltensweisen und Regeln zu definieren, die verschiedene Aspekte abdecken, von Sicherheitsaspekten bis zum Social Media-Knigge was nutze ich wann, was darf ich, was darf ich nicht kommunizieren. Social Media und Social Software Guidelines sind gefragt, die den konstruktiven und kreativen Umgang mit Social Software zum Unternehmensnutzen und auch zum eigenen Spass ermöglichen und dabei nicht Sicherheitsasapkete unberücksichtigt lassen. Es wird ein Thema sein, das uns nicht nur im kommenden Jahr beschäftigen wird.

Auf der DNUG in dieser Woche haben wir uns auch des Themas gewidmet. Sowohl Lars Basche als auch Thorsten Zoerner und Martin Koser waren bei dem sehr lebhaften und interessanten Workshop dabei, auf dem wir verschiedenste Aspekte diskutiert haben. Wir werden den Workshop auf jeden Fall wiederholen (auf der DNUG und zu anderen Anlässen), wahrscheinlich sogar ausbauen, um in Breite und Tiefe das Thema behandeln zu können.

Ich musste an der Stelle natürlich die Stelle zitieren, die den Einsatz einer Plattform für Social Software im Enterprise 2.0 empfiehlt. Mein Job (und Lotus Connections) lassen grüssen.

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Best of breed versus Plattform - Social Messaging im Unternehmen. Panel auf der Enterprise 2.0 Conference. | Von Dirk Röhrborn

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  connections e2.0 enterprise2.0 lotus socialsoftware | Kommentare (0)  |  Besuche (282)
 
Hersteller von Plattformen, wie z.B. IBM argumentieren natürlich den Vorteil der eigenen Produkte, die eine solche Integration natürlich bereits anbieten. Die Toolanbieter heben auf der anderen Seite die bessere Nutzerakzeptanz von best-of-breed Tools hervor, die auf eine bestimmte Aufgabe fokussieren und die Freiheit der Anwender (und -firmen), das für Sie beste Tool auszuwählen.
Die alte Diskussion, die ich auch aus anderen Software-Zusammenhängen (ECM) kenne. Ich denke, eine integrierte Plattform mit allen relevanten Modulen hat im Unternehmen einfach Riesenvorteile, da Anwender an einer Stelle voll integriert alles finden. Ich persönlich merke das jeden Tag als Nutzer von externen Tools wie Twitter, Delicious, Posterous, Blogger, Facebook, Xing usw. auf der einen Seite und Lotus Connections mit Microblogging, Blogging, Wiki, File Sharing, Aktivitätenmanagement, Profilen, Lesezeichen intern auf der anderen Seite. In Connections logge ich mich einmal ein und finde alles. Bei den externen Tools muss - trotz aller Verdrahtung, die ich schon vorgenommen habe - mich doch immer wieder separat einloggen und mit anderer Oberfläche und Benutzerführung arbeiten.
Mein einziger Wermutstropfen ist, dass ich mehrere Lotus Connections-Instanzen "fahre":
- die IBM-interne
- extern EULUC (die Plattform der deutschen Lotus Anwendervereinigung)
- extern den BlueBlog auf ibm.com (das auch auf Connections läuft)
Daneben nutze ich noch LotusLive, aber das ist dann eher für die Arbeit und Koordination mit Non-IBM'ern in Projekten. A bisserl ein anderes Einsatzgebiet.
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Zwitschern im Büro verboten? Augenmaß gefragt, Etikette nötig, Chancen vorhanden

Stefan Pfeiffer |   | Tags:  twitter enterprise2.0 connections e2.0 faz lotus facebook | Kommentare (0)  |  Besuche (388)
 Die FAZ hat es (sowohl online
wie auch heute in der gedruckten Ausgabe) aufgegriffen, das Thema Nutzung von Web 2.0 Tools am Arbeitsplatz. Zitiert wird eine amerikanische Studie, demzufolge die Mehrheit der amerikanischen Unternehmen die Nutzung von Facebook und Twitter am Arbeitsplatz verbieten. Nun greife das Problem auch nach Deutschland über und - so ein zitierter Anwalt - das Nutzen sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz bringe gleich einen Strauß rechtlicher Probleme mit sich.
 
Ich glaube, es ist mal wieder das richtige Augenmaß und die richtige Perspektive gefragt. Die rein private Nutzung von Twitter oder Facebook ist unter einem Blickwinkel genauso zu sehen wie private E-Mail, privates Surfen oder das Lesen der bildenden Zeitung während der Arbeitszeit. Wer sich während der Arbeit "entspannen" will, wird dies so oder so tun. Daneben gibt es die rechtlichen Aspekte, dass sich ein Mitarbeiter über das eigene Unternehmen, dessen Produkte und Angebote oder seine Vorgesetzten im sozialen Netzwerk äußert, dies von dritter Seite verwendet wird und im schlimmsten Fall virale Verbreitung erfährt. In dieser potentiellen viralen Verbreitung liegt das besondere solch sozialer Netze, insbesondere von Twitter.
 
Vergangene Woche hatten wir auf dem IBM Breakfast Briefing mit Dr. Ulrich Kampffmeyer und Fachanwalt Jens Bücking zum Thema Compliance, insbesondere E-Mail Archivierung, eine ähnliche Diskussion. Soll man private E-Mail erlauben oder verbieten? Ist den Anwendern klar, dass auch E-Mails verbindliche Handelsbriefe sind? Muss ich diese E-Mails, die im Gechäftszusammenhang stehen oder steuerrelevant sind, dann nicht auch aufbewahren, revisionssicher archivieren? Das Thema Web 2.0, Twitter und Facebook ist nur die nächste Stufe, die deutlich macht, dass man seine Mitarbeiter und Anwender im Umgang mit "neuen Medien" schulen muss. Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden, was eine E-Mail bedeuten und was eine Twitter-Nachricht oder ein Facebook-Eintrag bewirken kann. Es muss vermittelt werden, was die rechtlichen Auswirkungen sein können und es sollte auf jeden Fall auch eine E-Mail- und Social Media-Etikette vermittelt werden. Wir reden hier von E-Mail- und "Social Media Guidelines", von Richtlinien und Informationen für die Anwender, wie sie mit den Werkzeugen bewusst umgehen sollten. Wir haben beispielsweise solche Richtlinien in der IBM. Und es genügt übrigens nicht, diese Richtlinien zu besitzen. Sie müssen auch gelehrt, gelernt und gelebt werden - und nicht als nicht gelesener Intranet-Eintrag verkommen, der lediglich der rechtlichen Absicherung dient. Und natürlich gehört auch die Abstimmung mit dem Betriebsrat in mitbestimmten Unternehmen dazu. Und jeder wird dann gemäß seiner Persönlichkeit damit umgehen, aber hoffentlich eben bewusst.
 
Der FAZ Artikel und der zugehörige Kommentar legen viele wichtige Aspekte offen, die rechtlichen, wie oben beschrieben, ebenso wie das Verschwimmen der Grenze von privater und beruflicher Identität. Ich habe letzteres auch zu trennen versucht und habe zwei Twitter-Konten, den bewusst als beruflich mit Firmenzugehörigkeit deklarierten @Stefan63atIBM und den privaten (den ich auch mal privat halte). Jedoch habe auch ich gemerkt, dass die Grenzen verschwimmen. Mancher Witz wird unterdessen mit Followern und Freunden auch über @Stefan63atIBM gemacht. Und solange ich mir meiner Aussagen bewusst bin und diese kontrolliere, empfinde ich das unterdessen als ok. Ähnlich ging es mir auch mit Facebook, das ich eigentlich rein privat nutzen wollte. Auch dort sind die Grenzen inzwischen verschwommen. Aber nochmals: Wichtig ist der bewusste Umgang mit meinen Aussagen. Und wichtig ist auch der bewusste Umgang mit der digitalen Reputation.
 
Ich glaube unterdessen, dass die Trennung zwischen beruflicher und privater Identität zunehmend schwer, vielleicht sogar unmöglich wird. Es steht noch ein Treffen und eine Diskussion mit einem Bekannten aus, der sich einerseits als Journalist neutral-sachlich äußert, als privater Blogger jedoch durchaus scharfe Spitzen abschießt. Und er argumentiert auch so: Das ist mein privater Blog. Da darf ich. Ich halte das aus oben genannten Gründen für schwierig. Ich glaube, die Identitäten sind nicht mehr so klar zu trennen. Augenmaß - und da stimmt die Überschrift des Kommentars der FAZ - und Bewußtsein sind gefragt.
 
Die FAZ behandelt die Risiken. Was mir fehlt, sind zwei wesentliche positive Perspektiven frei nach dem Motto entdecke die Möglichkeiten: die bewusste berufliche Nutzen von Facebook und Twitter und der unternehmensinterne Einsatz solcher Werkzeuge. Twitter, Facebook, Xing und andere Plattformen können bewusst zum Nutzen des Unternehmens eingesetzt werden. Man kann dort relevante Nachrichten - von der Veranstaltung bis zur Produktankündigung - publizieren und verteilen. Man kann dort in Kommunikation, in den Gedankenaustausch und Diskussion treten, und dadurch auf seine Expertise und die Angebote des Unternehmens aufmerksam zu machen. Man kann die sozialen Netze bewusst auf Informationen und Nachrichten prüfen, die für das Unternehmen interessant sind. Wir sind unterdessen im Lotus-Bereich der IBM so weit, dass wir interessante Tweets oder Forumsbeiträge als Lead, als Verkaufschance "bookmarken" und nachverfolgen.
 
Und all diese genannten Möglichkeiten sind nicht auf IT-Unternehmen wie IBM beschränkt. Auch der Handwerker kann sich in Foren umtun, sich dort als Fachmann präsentieren und "Leads generieren". Hier redet man dann hochtrabend von einer Social Media-Strategie. Diese Chancen sollten aber bei allen Risiken, die die FAZ behandelt hat, nicht vergessen werden. Und ich wage die Aussage, dass Unternehmen nicht um eine Social Media-Strategie herumkommen, die auch regelt, wie Mitarbeiter die Medien benutzen sollen und dürfen.
 
Und ein zweiter wichtiger Aspekt, der sicher weit über das Thema des FAZ Artikels hinausgehen würde, ist der unternehmensinterne Einsatz von sozialen Netzen, Blogging-, Microblogging-Werkzeugen oder Wikis, das was oft unter dem Stichwort Enterprise 2.0 diskutiert wird. Auch hier stehen wir im Aufbruch. Viele Anwender haben sich beruflich bewusst über Xing vernetzt. Eine ähnliche Vernetzung macht aber durchaus auch im Unternehmen Sinn. Alle IBM Mitarbeiter sind im Mitarbeiterverzeichnis aufgeführt. Und das klassische Mitarbeiterverzeichnis ist unterdessen mehr. Es ist ein soziales Netzwerk, in dem man vielfältige Informationen zu einem Mitarbeiter finden kann, nicht nur seine Telefonnummer, sondern auch seine Expertise, sein Fachwissen, seine Blog- und Wiki-Einträge. Die Mitarbeiter werden als Experten "getaggt", mit Schagworten versehen und sind dadurch leicht als solche wieder auffindbar. Die Web 2.0 Informationen sind - oft im Gegensatz zum kommerziellen Web 2.0 - eng miteinander vernetzt und klar zu einem Autor zuordnenbar.
 
Solche firmeninterne sozialen Netze werden immer mehr Verbreitung finden. Sie sind eine intelligente Erweiterung der klassischen Mitarbeiterverzeichnisse und ein eleganter Weg, Wissen und Informationen im Unternehmen wesentlich einfacher zugreifbar zu machen. Und auch die Perspektive ist nicht weit, dass man solche Funktionen sozialer Netzwerke und von Social Software auch nutzt, um mit Kunden, Lieferanten und Partnern in geschlossenen, sicheren Netzen Informationen auszutauschen, beispielsweise in der gemeinsamen Projektabwicklung. Für mich hat sich so ein differenziertes Netz von sozialen Netzen entwickelt: Facebook (meist) für das Private, Xing als Business Netzwerk, Connections als Netzwerk in der IBM, LotusLive als sicheres Netzwerk zum sicheren Austausch von Informationen und Dokumenten mit Partnern und Kunden, leider alle mit separatem Login. Aber auch hier gibt es ja mit Open Social-Gedanken, wie das Leben in vielfältigen sozialen Netzen einfacher werden soll.
 
Kleiner Nachtrag und Werbung in eigener Sache (obwohl?): Auf dem Enterprise 2.0 Summit in Frankfurt werde ich am 12. November eine Diskussion zu Best-Practices for Internal Communications 2.0 moderieren, die das Thema interne Nutzung im Schwerpunkt hat.
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