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Blog Authors:  Stefan Krueger   Peter Schütt   Rainer Janssen   Rene Werth   Stefan Pfeiffer  

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IBM Deutschland Entwicklung GmbH startet Forschung...

Stefan Krueger  |     |  Tags:  portal jena presse  |  Comments (0)
Böblingen, 19.02.2008 - Gemeinsam wollen Informatiker der IBM Deutschland Entwicklung GmbH und der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Internet-Portale von morgen entwickeln. „Das Ziel heißt, den Benutzer möglichst optimal zu unterstützen“, sagt Prof. Dr. Birgitta König-Ries von der Universität Jena. „Situationsbezogen und selbstlernend sollen Portale unaufdringlich die Arbeit der Benutzer erleichtern“ ergänzt Prof. Dr. Martin Welsch, der in seiner Doppelrolle als Jenaer Honorarprofessor und Mitarbeiter des deutschen IBM Entwicklungszentrums Böblingen bei Stuttgart die Aktivität mit verantwortet. Dazu haben die Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft jetzt ein neues Kooperationsprojekt gestartet.

Wer am Computer sitzt und im Internet surft, dem sind Portale als „Fenster“ geläufig. Sie erlauben einen zentralen, einheitlichen Zugriff auf personalisierte Inhalte oder Prozesse, die von unterschiedlichen Programmen bereitgestellt werden. Dazu gehören beispielsweise Seiten für Internetbanking, Auktionen oder Seiten mit unterschiedlichen Informationen, wie sie von Anbietern im Web 2.0 Umfeld angeboten werden.

Problematisch ist jedoch die Datenmenge, die in den letzten Jahren enorm angestiegen ist. „Benutzer laufen Gefahr, auf dem Weg durchs Portal die Orientierung zu verlieren und wichtige Informationen nicht zu finden“, sagt die Inhaberin der Heinz-Nixdorf-Stiftungsprofessur für Praktische Informatik Birgitta König-Ries. Auf zwei Wegen sollen die Portale deshalb nutzerfreundlicher werden: Einerseits ist daran gedacht, den Nutzern Informationen kontextabhängig anzubieten. König-Ries: „Wer mobil ins Internet geht, benötigt unter Umständen andere Informationen als derjenige, der vom Büro aus zugreift.“ Der zweite Weg, die Portale zu verbessern, sind adaptive Lösungen. Dabei „merkt“ sich das Programm, welche Anwendungen häufig nachgefragt werden und bietet dem Nutzer einen schnelleren Zugriff an. „Wer jeden Montagmorgen als erstes die Bundesliga-Ergebnisse nachliest, bekommt sie dann erstens schneller präsentiert und erhält zweitens weitere Sportresultate offeriert“, nennt König-Ries ein Beispiel.
Das Projekt, das den Titel „Kontext-adaptive Portale“ trägt, setze auf Techniken aus unterschiedlichen Bereichen der Informatik auf, erläutert Fedor Bakalov. Der Doktorand aus dem kirgisischen Bischkek leitet das auf zunächst zwei Jahre angelegte Projekt in Jena, das von der IBM auch finanziell gefördert wird.

Die ersten Ideen zu dem Projekt entwickelte Andreas Nauerz, der auf IBM Seite die technische Leitung des Projekts hat. Gefragt sind Kenntnisse über die Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle und Methoden des Data Mining, mit denen aus den Portalprotokollen zum Beispiel Informationen über häufige Zugriffspfade gewonnen werden können. Ein weiteres wichtiges Standbein der Arbeiten sind Techniken aus dem Web 2.0, die die aktive Beteiligung von Benutzern an der Gestaltung des Portals und seiner Inhalte ermöglichen. Die Arbeiten in Jena werden sich besonders mit der Nutzung semantischer Technologien beschäftigen. Diese erlauben eine maschinenverständliche Beschreibung von Portalinhalten und damit intelligente, automatische Anpassungen an die Bedürfnisse und Interessen der Nutzer.
Die gemeinsame Forschungsarbeit in Jena und Böblingen soll in einen Prototypen münden. „Am Ende sollen die Nutzer von Portalen Zeit bei der Nutzung und Bedienung einsparen und auf mehr, aber individuellere Informationen zugreifen können“, nennt Birgitta König-Ries das Ziel der gemeinsamen Forschungen.

Weitere Informationen zur IBM Deutschland Entwicklung GmbH finden Sie unter: http://www.ibm.com/de/entwicklung/

Weitere Informationen für Journalisten:
Simone Endruweit
Entwicklung und Forschung
IBM Deutschland Entwicklung GmbH
Schönaicher Strasse 220
71032 Böblingen
Telefon: 07031-16-4206
sendru@de.ibm.com

Stephan Laudien M.A.
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 1
07743 Jena
Telefon: 0 36 41-93 10 44
Telefax: 0 36 41-93 10 32
presse@uni-jena.de

Prof. Dr. Birgitta König Ries
Heinz-Nixdorf-Stiftungsprofessur für Praktische Informatik
Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946430
E-Mail: koenig@informatik.uni-jena.de

 

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