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Call for Papers: 17. Workshop der Fachgruppe Vorgehensmodelle im Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der Gesellschaft für Informatik e.V.

Olav M. Behrens |   | Tags:  konferenzen for gi papers call | Kommentare (0)  |  Besuche (157)
 Danke an Daniel Reichelt für den folgenden Hinweis:

[Quelle: http://www.wi-vm.gi-ev.de/veranstaltung0/workshops/17-workshop-2010/call-for-papers.html]
-----------------------------------------------
17. Workshop der Fachgruppe Vorgehensmodelle im
Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der
Gesellschaft für Informatik e.V.
-----------------------------------------------

===============
CALL FOR PAPERS
===============
Aufruf zur Einreichung von Beiträgen

Thema: Integration von Vorgehensmodellen und Projektmanagement
--------------------------------------------------------------

Termin:                 12.04. - 13.04.2010
Ort:                 Stuttgart-Vaihingen

Inhaltliche Ausrichtung
-----------------------
Die Workshops der Fachgruppe Vorgehensmodelle stellen innovative Methoden und Ansätze im Bereich der Vorgehensmodelle sowie deren Umsetzung in der Praxis einem Fachpublikum aus Wissenschaftlern und Praktikern vor. Der intensiven Diskussion sowie dem Erfahrungsaustausch wird im Workshop traditionell eine hohe Bedeutung zugemessen. Der diesjährige Workshop wird in Kooperation mit der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. Region Stuttgart veranstaltet und hat den Themenschwerpunkt "Integration von Vorgehensmodellen und Projektmanagement". Innerhalb dieses Themenschwerpunkts freut sich die Fachgruppe über Beiträge zu folgenden Gebieten:

Vorgehensmodelle und Projektmanagementstandards
-----------------------------------------------
Vorgehensmodelle definieren Regeln für die Erstellung von Softwaresystemen. Eine Neuerstellung oder wesentliche Weiterentwicklung eines Softwaresystems wird in der Regel als Projekt organisiert. Viele Vorgehensmodelle enthalten daher Beschreibungen hinsichtlich des Projektmanagements. Andere Vorgehensmodelle setzen implizit die Nutzung von Projektmanagementmethoden voraus. Parallel dazu haben sich Projektmanagementstandards wie die IPMA Competence Baseline, PMBOK oder PRINCE2 etabliert, die "Good Practices" im Projektmanagement definieren und zunehmende Verbreitung finden. Es werden Beiträge erbeten, welche die Integration von Vorgehensmodellen und Projektmanagementstandards thematisieren.

Vorgehensmodelle für Projekte in heterogenen und verteilten Umgebungen
----------------------------------------------------------------------
Projekte erfordern zunehmend die temporäre Zusammenarbeit von Projektpartnern aus unterschiedlichen, meist auch räumlich verteilten Organisationen, die in der Regel auch unterschiedliche Vorgehensmodelle nutzen, welche sich während der Projektlaufzeit nicht vereinheitlichen lassen. Teilweise liegen den verschiedenen Vorgehensmodellen völlig unterschiedliche Herangehensweisen zugrunde, etwa agile Ansätze und hochgradig formalisierte Vorgehensmodelle für sicherheitskritische Komponenten. Das Projekt steht damit vor der Aufgabe, die unterschiedlichen Vorgehensmodelle so aufeinander abzustimmen, dass das Gesamtprojektergebnis erbracht werden kann. Es werden Beiträge erbeten, die diese Problematik beleuchten und die Lösungen vorschlagen.

Auswahl und Tailoring von Vorgehensmodellen
-------------------------------------------
Softwareentwicklungsprojekte stehen vor der Aufgabe, abhängig von der konkreten Projektsituation und ggf. im Rahmen existierender Firmenstandards ein Vorgehensmodell auszuwählen oder anzupassen. Abhängig von Faktoren wie Projektgröße, Stabilität der Anforderungen, Firmenkultur, eingesetzten Technologien etc. offenbaren spezifische Vorgehensmodelle ihre Stärken und Schwächen. Erbeten werden Beiträge zu Lösungsansätzen, welche die systematische Auswahl und Anpassung von Vorgehensmodellen für konkrete Projekt- und Organisationskontexte unterstützen.

Soziale Aspekte in Vorgehensmodellen und in Implementierungsprojekten
---------------------------------------------------------------------
Obwohl der Mensch mit seinen Stärken und Schwächen für den Erfolg eines Projektes immer noch der kritische Erfolgsfaktor ist, blenden Vorgehensmodelle diesen Aspekt mehr oder weniger aus und beschränken sich oft auf die Definition von Rollen. Dadurch entstehen eine ganze Reihe von Fragen: Wie helfen sich die Unternehmen über diese Gestaltungslücke? Ergänzen sie Vorgehensmodelle um soziale, humane und kulturelle Aspekte? Wird das Fehlen sozialer Aspekte überhaupt als Problem wahrgenommen?

Workshop-Beiträge und Tagungsband
---------------------------------
Jeder Workshop-Beitrag besteht aus einem circa halbstündigen Vortrag mit den Kernthesen sowie einer anschließenden Diskussion im Plenum. Ergänzend dazu wird eine Langfassung des Beitrags in einem Tagungsband veröffentlicht. Die Langversion sollte nicht mehr als 15 Seiten umfassen und die auf der Workshop-Webseite bereitgestellten Vorlage (http://www.wi-vm.gi-ev.de/fileadmin/gliederungen/fg-wi-vm/Vm-ws/tb-vorla.zip) verwenden.
Das Programmkomitee begrüßt die Einreichung von
* Übersichtsbeiträgen zu den genannten Themengebieten,
* von Beiträgen zu laufenden oder abgeschlossenen Forschungsarbeiten
 sowie von
* Erfahrungsberichten aus der Praxis.

Programmkomitee
---------------
* Dr. Thomas Greb, Thomas Greb Consulting, Bremen (Leitung)
* Dr. Oliver Linssen, Liantis GmbH & Co. KG, Krefeld (stv. Leitung)
* Prof. Dr. Jörg Becker, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
* Prof. em. Dr. Gerhard Chroust, J. Kepler Universität Linz
* Prof. Dr. Ulrich Frank, Universität Duisburg-Essen
* Prof. Dr. Eckhart Hanser, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Lörrach
* Reinhard Höhn, Knowledge Management Associates GmbH, Wien
* Stephan Höppner, Siemens AG, Berlin
* Dr. Ralf Kneuper, Beratung für Softwarequalitätsmanagement, Darmstadt
* Dr. Marco Kuhrmann, Technische Universität München
* Dr. Dietmar Lange, ICCON International Consulting Cooperation GmbH,
 Stuttgart
* Prof. Dr. Roland Petrasch, Beuth Hochschule für Technik, Berlin
* Prof. Dr. Andreas Rausch, TU Clausthal

Wichtige Termine
----------------
* 18.12.2009: Einreichung einer Kurzfassung des Beitrags (max. eine halbe Seite)
* 11.01.2010: Information über die vorläufige Annahme des Beitrags
* 12.02.2010: Einreichung der Langfassung des Beitrags
* 12.03.2010: Information über Annahme sowie Überarbeitungshinweise an die Autoren
* 31.03.2010: Einreichung der finalen Beiträge
Bitte senden Sie Anfragen bezüglich der Beiträge sowie die Kurz- und Langfassung per eMail an die Adresse VM-Workshop@gi-ev.de.

Organisatorisches
-----------------
Fragen hinsichtlich der Organisation vor Ort beantwortet:
Dr. Dietmar Lange
c/o ICCON International Consulting Cooperation GmbH, Stuttgart
Karlsberger Weg 2, 70569 Stuttgart
Tel: 0711/687 39 00, Fax: 0711/687 39 89, eMail: WI-VM2010@ICCON.de

Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite der Fachgruppe http://www.vorgehensmodelle.de. Dort werden auch weitere, aktualisierte Informationen bezüglich des Workshops bereitgestellt.
gez.

* Dr. Thomas Greb, Thomas Greb Consulting, Leiter des Programmkomitees
* Dr. Oliver Linssen, Liantis GmbH & Co. KG, Krefeld,
 Sprecher der Fachgruppe, stellv. Leiter des Programmkomitees
* Reinhard Höhn, Knowledge Management Associates GmbH, Wien,
 stellv. Sprecher der Fachgruppe
* Dr. Ralf Kneuper, Mitglied des Leitungsgremiums der Fachgruppe
* Dr. Marco Kuhrmann, Mitglied des Leitungsgremiums der Fachgruppe

Webseite der Fachgruppe: http://www.vorgehensmodelle.de

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Immer wieder Projektmanagement

Roswitha Boldt |   | Tags:  projektmanagement projekte project_management | Kommentare (0)  |  Besuche (254)

Bereits zum dritten Mal wurde der Veranstaltungsblock "Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?" im Rahmen der DNUG-Konferenzen durchgeführt. Wie schon zuvor in Bremen (Frühjahr 2008) und Dortmund (Herbst 2008) trafen sich zu diesem Thema ca. 30 interessierte Teilnehmer, um Ihre Fragen und Anregungen zu diskutieren.

Natürlich können in 45 Minuten keine leichten Lösungen für schwierige Probleme gefunden werden. Genutzt wurde die Zeit, um die Erwartungen der Teilnehmer an das Leistungsangebot der DNUG in Bezug auf das Thema Projektmanagement zu ermitteln. Darüber hinaus wurde bereits in Dortmund auch nützliches Wissen in Form einer Präsentationbewährter Werkzeuge vermittelt. Es ging u.a. um die Meilensteintrendanalyse, das Risikomanagement und den Einsatz von Mind Mapping in Projekten. Alles Dinge, die ohne großen "strategischen Anspruch" und hohe Einführungskosten im täglichen Projektgeschäft schnell ihre Nützlichkeit beweisen können.

In Düsseldorf wurde wieder einmal die Vielfältigkeit des Themenbereichs deutlich. Diskutiert wurde der Einsatz von Lotus Notes als Projektmanagement-Werkzeug. Fragen, welche PM-Potentiale sich mit Social Software erschließen lassen oder welche Kosten-/Nutzen-Überlegungen bei der Einführung von PM-Software relevant sind, stießen ebenfalls auf Interesse. Desweiteren wurden auch methodische Themen, wie die Scrum-Methode (http://connections.euluc.com/communities/service/html/community/discussion?communityUuid=f65c8890-5d0f-4f8f-a22e-709d7f39d828&topicUuid=5B1GAC1C64505091A87ECE0FE272AC00003B und der effektive Umgang mit einem „Lessons Learned“-Prozess beleuchtet.

Es gibt sicherlich kaum ein DNUG-Mitglied, das nicht in Projekten eingebunden ist. Und es gibt sicherlich eine kaum zu überblickende Vielzahl von Quellen, um sich rund um "PM" zu informieren, zu diskutieren oder zu zertifizieren. Wir versuchen mit unserem Angebot über die DNUG-Plattform insbesondere diejenigen zu erreichen, die am Thema interessiert sind, allerdings nicht den Freiraum finden, neben Ihren Verpflichtungen/Interessen rund um "Lotus" auch Konferenzen, Blogs und Online-Communities mit ausgeprägtem Projektmanagement-Fokus zu besuchen. In der Kombination aus DNUG-Umfeld und dem Interessenfeld Projektmanagement bieten wir Raum für Orientierungshilfe, Erfahrungsaustausche für bessere PM-Praxis. Das Besondere liegt in der Mischung aus persönlichen Treffen auf den DNUG-Konferenzen und dem Austausch über die Online-Plattform EULUC. Hier gibt es sowohl im Blog http://connections.euluc.com/blogs/pm/ als auch in der entsprechenden Community die Möglichkeit, Ideen zu diskutieren und den Inhalt der Session für die nächste Konferenz mitzugestalten.

Nach drei erfolgreichen Live-Veranstaltungen mit positivem Feedback hofft der harte Kern* der Projektmanagement-Interessierten natürlich auf Ihre Teilnahme im November in Fulda und auf eine immer lebendiger werdende Diskussion auf unserer Kommunikationsplattform EULUC.

*Wir sind für Sie da, für Fragen, Anregungen und konkrete Wünsche für die nächste Session in Fulda: Werner Alten (holistic-net GmbH), Hermann Ballé (TIMETOACT Software &Consulting GmbH), Dr. Olav Behrens (PAVONE AG), Stefan Britz (C.O.S Enterprise Management Solutions AG), Wolfgang Holler (Haus Weilgut GmbH), Manfred Teske (Decisio Unternehmensberatung GmbH)

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Es ist gut, wenn Du weißt, was Du willst ...

Olav M. Behrens |   | Tags:  requirements management | Kommentare (0)  |  Besuche (328)
Mit das wichtigste an einem Projekt ist, dass alle Beteiligten wissen, "was hinten rauskommen soll". Alle Anforderungen müssen bekannt sein, Auftragnehmer und Auftraggeber müssen in Ihrer Sichtweise auf die Anforderungen überein stimmen. Soweit das Idealbild.

Es ist auch sehr gut, wenn man zur Verwaltung der Anforderungen ein System nutzt, dass die Verantwortung zur Erfüllung eines bestimmten Requirements dokumentiert und sicherstellt, dass sich die Anforderung auch im Projektplan in Form einer Tätigkeit widerspiegelt. Dass kann man mit GROSSEN Systemen (z. B. Doors oder Requisite-Pro von IBM) oder preiswerteren flexiblen Lösungen (z. B. auf der Basis von Lotus Notes) oder auch mit MS Excel Lotus Symphony in den Griff bekommen.

Was allerdings "etwas hinderlich" wäre, wäre das Vorliegen der einzig gültigen Zusammenfassung der Anforderungen in Form eines mehrere-hundert-seitigen Vertrages, der NICHT elektronisch vorliegt: Einscannen, etwas "Photoshopping", OCR, Nachbearbeitung, QA und schließlich Copy & Paste in eine der o. g. Anwendungen: das wäre sicherlich KEIN Traumjob und auch nicht ohne Risiko für Übertragungsfehler durch den Medienbruch.

Ich schreibe im Konjunktiv, denn soetwas kann uns doch bestimmt nicht passieren. ODER?
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Praktische Vorlage: Entschuldigungsbriefr misslungene SOA-Projekte

Olav M. Behrens |   | Tags:  satire soa | Kommentare (0)  |  Besuche (520)
Jetzt weiß ich, was meiner kleinen Serie zur "Erfolgsverhinderung in Projekten" noch gefehlt hat: einige "helpful resources". Für misslungene SOA-Projekte hat Frank Kenney (Gartner Blog Network) jetzt etwas ganz praktisches geliefert: Ein Entschuldigungsschreiben das Sie als Projektverantwortlicher an Ihren CIO und die anderen Cxyz´s schicken können. Einfach kopieren, Namen ändern und los geht´s.

Unter den sieben guten Gründen, warum es schief gegangen ist, finden sich u.a.:
  • Leider konnte ich die obere Führungsebene nicht als echte Unterstützer und Evangelisten für unsere SOA-Anstrengungen gewinnen
  • Meinen Entwicklern habe ich keine Anreize dafür gegeben, Entwicklungs-Artefakte wieder zu verwenden
  • Und im übrigen bin ich davon überzeugt, dass SOA auch nichts anderes ist, als ein aufgemotztes CORBA or COM
Na dann können wir ja beruhigt sein, denn ...
  • schließlich scheitern ja ohnehin 70% der Vorhaben
  • und für Cloud Computing, Virtualization und SaaS kann ich den gleichen Erfolg garantieren
Ich finde es sehr gelungen, wie Frank Kenney den Inhalt in dieser Form aufbereitet hat. Was denken Sie?

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Wann sind Projekte erfolgreich?

Werner Alten |   | Kommentare (0)  |  Besuche (389)
Diese Frage sorgte für eine lebendige Diskussion auf der DNUG Konferenz in der gut besuchten Veranstaltung „Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?“.

Das Spektrum der Antworten reichte von den ‚harten‘ Klassikern wie dem Einhalten von Kosten- und Zeitrahmen sowie hoher Qualität bis zu ‚weichen‘ Erfolgsfaktoren wie den Zufriedenheitsausprägungen bei dem Kunden und dem Projektteam. Mit anderen Worten, es kommt darauf an, … , von wem, wann und warum Projekterfolge gefeiert werden können. Unser Fazit: Das Thema Projektmanagement stieß auch in Dortmund auf gute Resonanz. Der Saal war voll. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Bremen freut sich das PM Team, dass diese Thematik keine Eintagsfliege ist sondern zum Dauerbrenner mutiert.   

Vielen Dank an die zahlreichen Teilnehmer für Ihr Kommen und Ihre anregenden Fragen und Beiträge.   

In der Veranstaltung wurden Methoden und Werkzeuge für gelingendes Projektmanagement vorgestellt. Projekterfolge sind u.a.auch abhängig vom ‚richtigen‘ Einsatz ‚richtiger‘ PM-Tools. Die Frage, was ‚richtig‘ ist, wird uns sicherlich dauerhaft beschäftigen. Es geht darum‚ Hilfsmittel‘ kennenzulernen, Anwendungserfahrungen auszutauschen sowie die Geeignetheit ausgewählter Werkzeuge im Kontext gegebener Anforderungen und Rahmenbedingungen zu bewerten.

Die Präsentation folgender ‚Hilfsmittel‘ bildete den Auftakt zu einer ersten kleinen ‚Tool-Evaluation‘:

  • Meilensteintrendanalyse - MTA (Olav Behrens)
    Sind eindeutig  terminierte Meilensteine gesetzt, können Sie mit dieser Methode einfach und transparent den Projektfortschritt überwachen und so Terminverzögerungen frühzeitig erkennen. 
  • Risikomanagement (Manfred Teske)
    Eine Ursache für das Scheitern von Projekten dürfte in der Ausblendung oder Unterbewertung potentieller Risikofaktoren liegen. Mit einem pragmatischen, in das Projektmanagement integrierten Risikomanagement lassen sich mögliche Gefährdungen angemessen bearbeiten. Es umfasst alle Tätigkeiten, die der Verhinderung von oder dem Umgang mit ungeplanten Ereignissen dienen, welche den Projektverlauf gefährden. Es geht um ein Abwägen der notwendigen Aufwände zur Risikominimierung oder des (mit der Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten) Schadens bei Risikoeintritt.
  • Mind Mapping (Wolfgang Holler)
    Mit verschiedenen Varianten des Mind Mapping  kann die Planung und Steuerung von Projekten einfach und transparent unterstützt werden.

Weitere Methoden und Tools werden in den kommenden Veranstaltungen und auch auf EULUC in der neu eingerichteten PM-Community vorgestellt und diskutiert. Sie alle sind herzlich eingeladen in diesem Forum aktiv mitzuarbeiten – schauen Sie mal rein

https://connections.euluc.com/communities/service/html/community/topics?communityUuid=f65c8890-5d0f-4f8f-a22e-709d7f39d828

Neben der Community werden Sie auch weiterhin in diesem Blog Aktuelles und Wissenswertes zum Projektmanagement finden.

Das PM-Team freut sich auf  Ihre Ideen, Vorschläge und Zumutungen, mit denen der Weg zu besseren Projektleitern und Projekt-Teams und noch besseren Projekterfolgen gepflastert ist.

Werner Alten   Hermann Ballé   Olav Behrens   Wolfgang Holler   Manfred Teske

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Hier gibt´s was zu gewinnen ...

Olav M. Behrens |   | Kommentare (0)  |  Besuche (344)
... für registrierte Mitglieder auf der EULUC-Plattform, die eine "unhelpful resource" zum Thema Projektmanagement als Beitrag in unserer Community "Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?" hinterlassen. Eine "unhelpful resouce"? Ok, wenn "Albernes, Kurioses, Skurriles, Satirisches" ein Lächeln auf die Lippen zaubert, die Stimmung im Team hebt und kreative Lösungsprozesse initiiert, dann ist das vielleicht doch gar nicht so "unhelpful".

Hier geht es zum Thread mit der Gewinnchance:

Albernes, Kurioses, Skurriles, Satirisches ... und was sonst noch so den Projektalltag treffend beschreibt

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Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter? - DNUG Herbsttagung in Dortmund

Olav M. Behrens |   | Kommentare (0)  |  Besuche (314)
Heute beginnt in Dortmund die DNUG Herbstkonferenz mit den Tagungen einiger Arbeitskreise. Morgen und Übermorgen ist dann "volles Programm". Auch unser Team zum Thema Projektmanagement hat sich wieder einen Zeitraum auf der Agenda sichern können:

Mittwoch, 5.11.2008, 10:30 11:15 im Rahmen der Session 2: Technologie und Management, Saal 16
Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?
Diskussion innerhalb der Veranstaltungsreihe
Werner Alten (holistic-net GmbH), Hermann Ballé (TIMETOACT Software &Consulting GmbH), Dr. Olav Behrens (PAVONE AG), Wolfgang Holler (Haus Weilgut GmbH), Manfred Teske (Decisio Unternehmensberatung GmbH)

Im Mittelpunkt werden "kleine" Hilfsmittel stehen, die man im Rahmen seiner eigenen Projekte einfach nutzen kann, ohne gleich den ganz großen "Methoden-Rundumschlag" zu machen. So spricht z.B.  wenig dagegen, seine nächsten Projektsitzungen dazu zu nutzen, eine Meilenstein-Trendanalyse (MTA) zu beginnen oder mit einem pragmatischen Risikomanagement zu beginnen.

Wir geben Hinweise, was man von diesen Methoden-Bausteinen erwarten kann, was Sie konkret tun müssen, um damit zu beginnen und für welche Projekttypen sie jeweils geeignet sind. Die Diskussion der Teilnehmer an dieser Veranstaltung wird hoffentlich wieder Praxiserfahrungen mit diesen und auch weiteren "kleinen" Tools darstellen können: Was haben Sie schon ausprobiert? Was davon hat wie gut funktioniert? Wovor können Sie warnen?

Bevor wir den Hinweis vergessen: es gibt jetzt neben diesem Blog auch ein Forum in der Community Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?

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Community-orientiertes Projektmanagement

Rolf Kremer |   | Tags:  projektmanagement community | Kommentare (0)  |  Besuche (330)
Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag in diesem Blog. Die Sommerpause (und Schulferien) sind überstanden, so dass wieder mit neuer Energie das Thema Projektmanagement verfolgt werden kann.

Am Donnerstag, 14.08 gibt es in Paderborn wieder eine Veranstaltung der GPM Regionalgruppe Bielefeld (Gesellschaft für Projektmanagement). Diesmal geht es um das Thema 'Community-orientiertes Projektmanagement basierend auf Open-Source-Technologien'. Vortragende sind die Mitautoren dieses Blogs, Dr. Olav Behrens und Björn Reinhold.

Interessierte (auch keine GPM-Mitglieder) sind dazu herzlich eingeladen. Um eine formlose Anmeldung an Bielefeld@gpm-ipma.de wird gegeben.

(Nachtrag: Der Termin muss leider verschoben werden. Der neue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.)

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Projektmanagement-Diskussion auf der DNUG-Konferenz in Bremen (06.06.2008)

Olav M. Behrens |   | Tags:  bremen projektmanagement | Kommentare (0)  |  Besuche (291)
Vielen Dank an die zahlreichen Teilnehmer, die uns in Bremen bei der Diskussion unter der Überschrift "Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?" begleitet haben. Die Resonanz war aus unserer Sicht sehr erfreulich und zeigt deutlich, dass das Thema Projektmanagement keineswegs "out" ist.

Interessant waren die Antworten auf die Eingangsfrage, was besonders wichtige Elemente für ein erfolgreiches Projektmanagement seien. Die Mehrheit der Antworten bezog sich auf die "weichen Faktoren": Führung, Kommunikation, Einbindung der Betroffenen und Beteiligten, Wahrnehmung von Umwelt und sozialer Faktoren. Interessant war auch die Sichtweise des "Projektleiters als Dienstleister für das Projekt und das Projektteam" (SOP sozusagen, service-orientiertes Projektmangement). Die kleinere Zahl der Antworten auf die Eingangsfrage nannte dann Beispiele für klassische "harte Faktoren" wie die Veröffentlichung eines realistischen Zeitplans und der Einhaltung des Budgets.

In der Diskussion wurde die Notwendigkeit einer "Projektkultur im Unternehmen" genannt, um überhaupt die zeitlichen Freiräume und Budgets zu bekommen, um im Bereich Projektmanagement Verbesserungen vornehmen zu können. Wie motiviere ich meine Umwelt und insbesondere die Entscheidungsträger "unserem" Thema mehr Priorität zuzubilligen. Ein Sammlung von worst (aber auch best) practices könnte dazu ein möglicher Input im Rahmen der DNUG-Aktivitäten sein.

Es wurden auch allgemeine, also nicht speziell auf Lotus Produkte/Projekte ausgerichtete Fragestellungen angesprochen: Wie sollten Pflichtenhefte gestaltet werden, wie kann das Optimum zwischen Aufwand zu dessen Erstellung und dem Risiko von Unklarheiten durch einen zu geringen Detaillierungsgrad erreicht werden? Gibt es bereits Erfahrungen mit "Extreme Programming (XP)" oder anden agilen Methoden bei der gemeinsamen Projektdurchführung zwischen externem Berater und internem Kunden?

Was kann nun der Mehrwert sein, neben den vielen bereits vorhanden Angeboten, eine eigene Initiative von der DNUG aus zu starten? Eine Basis könnte sich über gemeinsame inhaltliche Interessen finden: z.B. Projekte rund um Lotus Technologien, Checklisten, standardisierte Vorgehensmodelle und Risikobewertungen rund um Implementierungs-, Deployment- und Migrationsprojekte, Lotus Produkte im Einsatz als PM-Werkzeuge und zur allgemeinen Unterstützung des Projektteams.

Eine vielleicht noch größere Chance (neben den gemeinsamen inhaltlichen Interessen) kann sich allerdings aus einer Verbindung von Online- und Offline-Angeboten ergeben. Im Gegensatz zu Foren (und auch vielen Blogs) im Internet mit ihren anonymen Teilnehmern, können wir über die regelmäßigen DNUG-Konferenzen einen persönlichen Gedankenaustausch ins Leben rufen. Das Besondere des DNUG-Angebots könnte daher weniger der Inhalt, sondern vielmehr die sehr persönliche Form sein.

Auf der Seite der Aus- und Weiterbildungsangebote wäre zunächst eine Übersicht sinnvoll, welche Schulungs- und Zertifizierungsalternativen es gibt. In diesem Zusammenhang bietet sich natürlich der Erfahrungsaustausch der DNUG-Mitglieder genauso an, wie der Dialog mit der IBM, die sicherlich eine umfangreiche Ressourcensammlung im Bereich Projektmanagement vorhält.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Anregungen, damit wir gemeinsam die wichtigen Anforderungen herausarbeiten und die richtigen Angebote für die DNUG-Mitglieder auf den Weg bringen können.

Nochmals vielen Dank von Seiten der Podiums-Diskutanten an die Teilnehmer in Bremen

Werner Alten     Hermann Ballé     Olav Behrens     Manfred Teske

Wie geht es nun weiter? Dieser Blog "Projektmangement und Lotus Software" wird für alle Interessierten als Austauschmedium geöffnet. Wir werden dort auch weiterhin Relevantes zum Thema Projektmangement im Kontext DNUG, Lotus Produkte, IBM und die eine oder andere "Randnotiz" veröffentlichen. Sobald die technische Möglichkeit besteht, wird neben dem Blog auch ein Wiki eingerichtet werden. Und bei der nächsten DNUG-Konferenz (3.-5.11. in Dortmund) wird es wieder einen Timeslot geben, um sich persönlich kennenzulernen und auszutauschen.  
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DNUG- & ILUG-Konferenzen - meet the authors

Rolf Kremer |   | Tags:  dnug ilug konferenz | Kommentare (0)  |  Besuche (292)
In der nächsten Woche sind die Autoren dieses Blogs unterwegs. Herr Dr. Behrens ist von Mittwoch bis Freitag auf der DNUG-Konferenz in Bremen. Falls Sie Feedback zum Blog haben, freut er sich über ein Gespräch mit Ihnen. Unglücklicherweise parallel zur DNUG-Tagung findet die ILUG in Dublin statt. Falls Sie dort sein sollten, könnte es sein, dass ich Ihnen über den Weg laufe. Auch ich würde mich über ein Gespräch freuen.

P.S.: Registrierte Leser können im Blog übrigens ein Foto der Autoren sehen.. :-)
 
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Bloggen in Projekten

Rolf Kremer |   | Tags:  bloggen blog pmi projekte | Kommentare (0)  |  Besuche (269)
Auf PMI.org habe ich den Artikel 'Blogging for Business Results' über das Bloggen in Projekten gefunden. Als ein Grund für den Einsatz von Blogs in Projekten wird dort u. a. die Reduzierung von E-Mails und Besprechungen aufgeführt.

Gerade bei der Verwendung von E-Mails sehe ich dieses auch so. Informationen, die alle oder einen großen Teil des Projektteams betreffen, lassen sich im Blog einfacher handhaben. Der Verfasser veröffentlicht den Eintrag und alle anderen können Antworten darauf einstellen. Zu dem ist das spätere Auffinden der Informationen im Blog leichter als im E-Mailfach. Jedes Projektteammitglied muss sich nur die Url des Blogs merken und kann anschließend einfach über eine Suchfunktion oder mittels der Verstichwortung auf die Informationen zugreifen. In größeren Teams besteht sicherlich auch die Möglichkeit einer intensiveren Diskussion über manche Themen, da sonst evtl. nur einige Projektteammitglieder untereinander Informationen mittels E-Mail austauschen.

Ähnliche Gründe treffen sicherlich auch auf Besprechungen zu. Allerdings sehe ich es hier schon etwas differenzierter. Ein Hauptargument für Besprechungen ist das bessere, persönliche Kennenlernen der Projektteammitglieder untereinander. Dieses kann durch eine Diskussion in Blogs sicherlich nicht erreicht werden.

Haben Sie schon Erfahrungen mit Bloggen in Projekten gemacht? Falls ja, bin ich sehr an diesen Erfahrungen interessiert.
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19.06., 18.00 Uhr: SmartHome Paderborn - Vortrag und Besichtigung

Rolf Kremer |   | Tags:  projektmanagement smarthome | Kommentare (0)  |  Besuche (314)
Am 19.06 findet in Paderborn ein Vortrag der GPM Region Bielefeld statt. Dabei geht es um die Planung und Bau des SmartHome in Paderborn. Eine Besichtigung findet natürlich auch statt... :-)

Auszug aus der Ankündigung der GPM:
(Günther Ohland, GO Marketing- & Redaktionsbüro, Paderborn)
Ort: Paderborn, Technologiepark 9, Pavone AG

Das SmartHome ist ein Niedrigenergiehaus im Technologiepark Paderborn. Das Haus wurde in Holzrahmenbauweise errichtet und ist eine Gemeinschaftsleistung vieler Partner. Haustechnik, Hausgeräte, Elektrik, Telekommunikation, Multimedia, TV, Video und Audio sind intelligent miteinander vernetzt, wodurch das Gebäudemanagement erleichtert sowie die Sicherheit und der Komfort erhöht wird. Die verwendete Technik macht das Leben im SmartHome Paderborn für alle Altersgruppen leichter. Komplizierte technische Geräte und Abläufe werden vereinheitlicht und in der Verwendung vereinfacht. Im SmartHome Paderborn beherrscht der Mensch die Technik, nicht umgekehrt. Der Vortrag geht auf die Umsetzung, Projektkoordination und -risiken beim Bau eines SmartHome ein. Im Anschluss des Vortrags findet eine Besichtigung des SmartHome Paderborn statt.

Der Vortragende Günther Ohland, GO Marketing- & Redaktionsbüro, ist Vorstandsvorsitzender des Vereins SmartHome e.V. und Motor des Projekts.

Anfahrtsbeschreibung: http://www.pavone.de/pages.nsf/goto/wegbeschreibung

Im Anschluss an die Besichtigung besteht Gelegenheit zum Austausch mit den anderen Teilnehmern bei einem kleinen Imbiss.

Anmeldungen zu dieser kostenfreien Veranstaltung sind aus organisatorischen Gründen erforderlich und bitte per E-Mail an Bielefeld at GPM-IPMA.de zu richten. 
Teilnehmen kann im übrigen jeder. Unabhängig, ob Mitglied in der GPM oder nicht.


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I'm the new guy...

Rolf Kremer |   | Tags:  neuer_mitarbeiter projektleitung | Kommentare (0)  |  Besuche (280)
Nach dem in den vorhergehenden Einträgen eine Vielzahl von Möglichkeiten geschildert wurde, wie ein Projekt zum Mißerfolg geführt werden kann, fiel mir dieser Tage eine Dilbert-Geschichte auf, die zu dem Erfolgsverhinderungs-Thema passt.


(Quelle: http://dilbert.com/strips/comic/2008-05-03/)

Kurz übersetzt besagt die Geschichte, dass ein neuer Mitarbeiter in ein Projekt kommt. Dieser gibt dem Projektleiter die Hand und überträgt dabei den Geruch des Mißerfolgs auf den Projektleiter (und damit dem Projekt).

Diese etwas plaktive Situation kann in der Praxis durchaus vorkommen. Sicherlich nicht durch Händedruck, aber die Integration eines neuen Mitarbeiters in ein Projekt kann nicht nur Vorteile haben, sondern auch Probleme verursachen. So kann der neue Mitarbeiter beispielsweise das Aufgabengebiet fachlich ausfüllen, passt jedoch menschlich nicht zu den bisherigen Projektteam-Mitgliedern. Anders herum ist es auch möglich: Die bisherigen Projektteam-Mitglieder aktzeptieren den 'Neuen' nicht. Unabhängig der recht zahlreichen Gründe, versuchen die Projektteam-Mitglieder oder der Neue destruktiv zu spielen. So kann beispielsweise der 'Neue' nicht mit ausreichend oder richtigen Informationen versorgt werden oder er wird bei Meetings oder Gesprächen nicht einbezogen. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten destruktiv zu spielen. Ist Ihnen in der Vergangenheit etwas ähnliches passiert und haben Sie einen neuen Kollegen bekommen, der ein intaktes Projektteam geschadet hat?

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Vermeiden Sie Projekt-, Programm und erst recht Portfoliomanagement - Ideen zur "Erfolgsverhinderung" - Folge 10

Olav M. Behrens |   | Tags:  satire projektmanagement | Kommentare (0)  |  Besuche (404)
Der vorerst letzte Teil greift eines der Kernprobleme für uns "Erfolgsverhinderer" auf: wie verhindern wir, dass wir entdeckt werden?

Starten Sie viele Vorhaben, verteilen Sie kleinteilige Aufgaben, bringen Sie "Dinge auf eine Agenda", setzen Sie den Mitarbeitern persönliche Ziele (die selbstverständlich über das Team sauber "diversifiziert" werden), stellen Sie Punkte als "wir sollten darüber nachdenken"-Anregungen in den Raum aber verhindern Sie in jedem Falle, dass darin Projekte erkannt werden, die mit Projektmanagement-Methoden zu adressieren sind. Das wird in vielen Fällen ganz einfach sein, wenn man die Abneigung vieler Wissensarbeiter gegen Bürokratie, Controlling, Dokumentationszwänge und sonstige Formalismen ausnutzt. Lassen Sie die Leute in Ruhe (fachlich) arbeiten und belästigen Sie sie nicht mit (Overhead-induzierendem) Projektmanagement. Und bedenken Sie: Programm- und Portfoliomanagement sind noch gefährlicher! Deren effektive Umsetzung in Projektmanagement-erfahrenen Umgebungen muss selbstverständlich um jeden Preis verhindert werden.


[Foto: © ebewa / PIXELIO]

Eine Organisation, die eine – und sei sie noch so simpel z. B. als Lotus Notes Anwendung umgesetzte – Gesamtsicht der Vorhaben, deren Priorisierung und Status hat, könnte wohlmöglich mehr Ressourcen in die aussichtsreichsten Projekte stecken und Ihre mühsam "erfolgsverhinderten" Projekte aushungern. Zwei Anregungen, wie Sie im Ernstfall als erfolgreicher "Erfolgsverhinderer" agieren können: 1,) verhindern Sie die Einführung einer einheitlichen Software-Lösung zu diesem Thema (viele unterschiedlich formatierte Listen, unterschiedlicher Aktualität aus unterschiedlichen Bereichen sind positiv zu sehen) oder 2.) propagieren Sie die Einführung einer umfassenden Lösung der Containerschiff-Klasse und sehen Sie zu, dass sie dort beim Auswahl- und Einführungsprojekt eine führende Rolle übernehmen. Letzteres getreu dem alten Skat-Motto "wer schreibt, der bleibt".

Ich bin sicher, Sie kennen noch die eine oder andere Klippe, die es für uns "Erfolgsverhinderer" zu umschiffen gilt. Nur raus damit: wir freuen uns über jeden hilfreichen Tipp in den Kommentaren. Vielen Dank an Juergen Wienecke und Birgit Krüger für Ihr positives Feedback. Es freut einen Blogger natürlich immer, wenn er merkt, dass er gelesen wird, auch wenn natürlich der "Misserfolg" seine eigentliche Profession ist :-)
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Jetzt wird gespielt - Ideen zur "Erfolgsverhinderung" - Folge 9

Olav M. Behrens |   | Tags:  projektmanagement satire | Kommentare (1)  |  Besuche (304)
In dieser Folge hätte ich gleich zwei Vorschläge für Sie, wie Sie den Projektalltag durch amüsante Spiele "erfolgsverhindernd" auflockern könnten.

1.) Eishockey spielen: das sind immer wieder neue Spieler auf dem Feld, schnelle Auswechslungen und dynamische Positionswechsel. Wenn diese Taktik im Eishockey den Gegner verwirrt und schwächt, dann sollte das doch auch im Projekt funktionieren. Nun ja, wenn man den Projektkunden als Gegner empfindet, dann mag das erfolgreich sein. Ein demotivierter Auftraggeber, der die gleichen Dinge zum wiederholten Male einem neuen Projektmitglied auf Auftragnehmerseite erklären muss, ist schließlich eine solide Basis für einen Projektmisserfolg.


[Foto: © Felix Guler / PIXELIO]

Um den Misserfolg — bzw. aus Sicht des "Erfolgsverhinderers" Triumph — nicht zu gefährden, sollten die intern verfügbaren Informationen über die Projektbeteiligten (Profile, Fotos, Erfahrungen, Rolle im Projekt, Kommunikationsdaten, Sametime-Erreichbarkeit) auf keinen Fall nach Außen sichtbar werden.

2.) Verstecken spielen: Menschen freuen sich, wenn sie etwas finden und sie lieben Überraschungen: das gilt selbstverständlich auch für Projektkunden und in Bezug auf Systembeschreibungen, Terminpläne, Protokolle, Statusberichte, Informationssammlungen (z.B. Bookmarks der Team-Mitglieder), (elektronisch geführte) Diskussionen/Chats und die Ablage der Projekt-Korrespondenz: wir wollen ja das Überraschungsmoment beim Enthüllen des Projektergebnisses nicht vorab verderben.


[Foto: © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO]

Übrigens: auch intern muss nicht alles offen kommuniziert werden! Vielleicht sind ja Ihre internen Stakeholder auch Freunde gelungener Überraschungen und wollen vorab nicht mit Details belästigt werden. Details, die Projektsponsoren dazu nötigen, tätig zu werden und Verantwortung für das Projekt zu übernehmen, Details, die den Vertrieb einbinden, um ein informelles Bild der Kundensicht auf das Projekt einzuholen, Details, die dem Supportteam eine Chance geben, sich auf die Produktionsphase mit dem Kunden einzustellen: sind das nicht alles erfahrene Profis, die erst unter Zeitdruck und in der flexiblen Reaktion auf überraschende Herausforderungen zu ihrer Höchstform auflaufen?

Richtig hartgesottene "Erfolgsverhinderer" verzichten übrigens bereits im Vorfeld auf die Beteiligung von Projektsponsoren (oder anderer Albernheiten wie "Management Commitment" ). Das spart dann in der Folge auch die Mühe, wöchentliche pro-forma-"alles in Ordnung"-Statusberichte zu formulieren oder die Sponsoren in einer Krisensituation um Hilfe bitten zu müssen.

Hätten Sie auch noch ein paar Spiele-Tipps für uns auf Lager? Womit sind Ihre Projekte schon einmal "zielführend" aufgelockert worden?
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