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Projektmanagement-Diskussion auf der DNUG-Konferenz in Bremen (06.06.2008)

Olav M. Behrens |   | Tags:  bremen projektmanagement | Kommentare (0)  |  Besuche (347)
Vielen Dank an die zahlreichen Teilnehmer, die uns in Bremen bei der Diskussion unter der Überschrift "Wie werde ich ein (besserer) Projektleiter?" begleitet haben. Die Resonanz war aus unserer Sicht sehr erfreulich und zeigt deutlich, dass das Thema Projektmanagement keineswegs "out" ist.

Interessant waren die Antworten auf die Eingangsfrage, was besonders wichtige Elemente für ein erfolgreiches Projektmanagement seien. Die Mehrheit der Antworten bezog sich auf die "weichen Faktoren": Führung, Kommunikation, Einbindung der Betroffenen und Beteiligten, Wahrnehmung von Umwelt und sozialer Faktoren. Interessant war auch die Sichtweise des "Projektleiters als Dienstleister für das Projekt und das Projektteam" (SOP sozusagen, service-orientiertes Projektmangement). Die kleinere Zahl der Antworten auf die Eingangsfrage nannte dann Beispiele für klassische "harte Faktoren" wie die Veröffentlichung eines realistischen Zeitplans und der Einhaltung des Budgets.

In der Diskussion wurde die Notwendigkeit einer "Projektkultur im Unternehmen" genannt, um überhaupt die zeitlichen Freiräume und Budgets zu bekommen, um im Bereich Projektmanagement Verbesserungen vornehmen zu können. Wie motiviere ich meine Umwelt und insbesondere die Entscheidungsträger "unserem" Thema mehr Priorität zuzubilligen. Ein Sammlung von worst (aber auch best) practices könnte dazu ein möglicher Input im Rahmen der DNUG-Aktivitäten sein.

Es wurden auch allgemeine, also nicht speziell auf Lotus Produkte/Projekte ausgerichtete Fragestellungen angesprochen: Wie sollten Pflichtenhefte gestaltet werden, wie kann das Optimum zwischen Aufwand zu dessen Erstellung und dem Risiko von Unklarheiten durch einen zu geringen Detaillierungsgrad erreicht werden? Gibt es bereits Erfahrungen mit "Extreme Programming (XP)" oder anden agilen Methoden bei der gemeinsamen Projektdurchführung zwischen externem Berater und internem Kunden?

Was kann nun der Mehrwert sein, neben den vielen bereits vorhanden Angeboten, eine eigene Initiative von der DNUG aus zu starten? Eine Basis könnte sich über gemeinsame inhaltliche Interessen finden: z.B. Projekte rund um Lotus Technologien, Checklisten, standardisierte Vorgehensmodelle und Risikobewertungen rund um Implementierungs-, Deployment- und Migrationsprojekte, Lotus Produkte im Einsatz als PM-Werkzeuge und zur allgemeinen Unterstützung des Projektteams.

Eine vielleicht noch größere Chance (neben den gemeinsamen inhaltlichen Interessen) kann sich allerdings aus einer Verbindung von Online- und Offline-Angeboten ergeben. Im Gegensatz zu Foren (und auch vielen Blogs) im Internet mit ihren anonymen Teilnehmern, können wir über die regelmäßigen DNUG-Konferenzen einen persönlichen Gedankenaustausch ins Leben rufen. Das Besondere des DNUG-Angebots könnte daher weniger der Inhalt, sondern vielmehr die sehr persönliche Form sein.

Auf der Seite der Aus- und Weiterbildungsangebote wäre zunächst eine Übersicht sinnvoll, welche Schulungs- und Zertifizierungsalternativen es gibt. In diesem Zusammenhang bietet sich natürlich der Erfahrungsaustausch der DNUG-Mitglieder genauso an, wie der Dialog mit der IBM, die sicherlich eine umfangreiche Ressourcensammlung im Bereich Projektmanagement vorhält.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Anregungen, damit wir gemeinsam die wichtigen Anforderungen herausarbeiten und die richtigen Angebote für die DNUG-Mitglieder auf den Weg bringen können.

Nochmals vielen Dank von Seiten der Podiums-Diskutanten an die Teilnehmer in Bremen

Werner Alten     Hermann Ballé     Olav Behrens     Manfred Teske

Wie geht es nun weiter? Dieser Blog "Projektmangement und Lotus Software" wird für alle Interessierten als Austauschmedium geöffnet. Wir werden dort auch weiterhin Relevantes zum Thema Projektmangement im Kontext DNUG, Lotus Produkte, IBM und die eine oder andere "Randnotiz" veröffentlichen. Sobald die technische Möglichkeit besteht, wird neben dem Blog auch ein Wiki eingerichtet werden. Und bei der nächsten DNUG-Konferenz (3.-5.11. in Dortmund) wird es wieder einen Timeslot geben, um sich persönlich kennenzulernen und auszutauschen.  
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