Einmal im Jahr erscheint im Dezember eine Ausgabe der Zeitschrift "Leadership in Project Management" vom Project Management Institute (PMI). Darin werden jedesmal Themen zur Verbesserung des Führungsverhaltens und -stils in Projekten behandelt. In der aktuellen Ausgabe geht es u.a. um Themen des Einflusses der Globalisierung, um soziale Verantwortung, Umweltverträglichkeit sowie Personalentwicklung. Also alles sogenannte 'weiche' Themen im Rahmen des Projektmanagements. Im angehenden Zeitalter der Globalisierung werden dabei interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger. Dazu gehört zunächst einmal das Erkennen von kulturellen Unterschieden im Projektalltag. Das ist schon ziemlich schwierig, da der Projektleiter oftmals in seiner Kultur stark beheimatet ist. Folgender Vergleich beschreibt die Situtation treffend: "It's a little like asking a fish about water. The fish says, 'What water?' It doesn't see the water because it swims in it." (obige Quelle). Ähnlich ist es mit den Kulturen. Wenn man gewohnt ist in einer Kultur zu leben, werden deren Besonderheiten ofmals nicht bemerkt. Eine Unterhaltung mit Leuten, die nicht aus der Kultur stammen, kann dann erstaunliche Ergebnisse bringen. Obwohl es sich häufig um Verständigungsprobleme handelt - insbesondere wenn es sprachliche Probleme zwischen den Projektmitgliedern gibt - kann jedoch ein Mehrwert durch die unterschiedlichen Sichtweisen, insbesondere auf Alltagsgewohnheiten, erreicht werden. Eine Voraussetzung dafür ist, dass sich der Projektleiter - und auch die anderen Teammitglieder - Zeit nehmen, den anderen zu zuhören. Zeit und die Fähigkeit (richtig) zu zuhören, werden im Alltag häufig vernachlässigt. Dazu gehört auch, nachzufragen, wenn etwas nicht richtig verstanden wurde, sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Besonders in Meetings kann es zu Verständigungsproblemen kommen. Damit der Projektleiter sicher ist, dass ihn alle inhaltlich richtig verstanden haben, bietet es sich an, anschließlich nachzufragen. Mit denjenigen, bei denen er Verständigungsprobleme erwartet, kann er nach dem Meeting nochmal persönlich sprechen. Oftmals bietet sich ein Einstieg über ein anderes Thema an, um dann den Mitarbeiter in die Richtung des gewünschten Themas zu lenken. So lässt sich relativ einfach erkennen, ob alles richtig verstanden wurde, ohne das es zu direkt erscheint. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, am Anfang eines Projektes die wichtigsten Begriffe und deren Bedeutung im Team zu besprechen. Neben dem Beherrschen der interkulturellen Unterschiede sollte der Projektleiter auch über Fähigkeiten der sozialen Verantwortung gegenüber seinem Projektteam verfügen. Dies sollte jedoch nicht nur vom Projektleiter sondern vom gesamten Unternehmen ausgehen. In einem Bericht, in zuvor genannter Zeitschrift, wird das Verhalten eines Unternehmens in Südamerika aufgeführt. Dieses unterstützt die Region um das Unternehmen mit wohltätigen Aktionen, wie z. B. dem Support des lokalen Krankenhauses oder Jugend-Fußballmannschaften. Dort ist es für einen Mitarbeiter nicht nur wichtig bei einem Unternehmen beschäftigt zu sein, sondern er will stolz auf sein Unternehmen sein. So lässt sich die Arbeitsmotivation steigern und ferner leichter neue Arbeitskräfte rekrutieren. Wird ein Projektleiter in eine andere Gegend tätig, ist es daher wichtig sich mit den lokalen Gegebenheiten und der dortigen Kultur vertraut zu machen.
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